Hauptbremszylinder

Hallo in die Runde,

wie das so ist wenn so ein Fahrzeug nach langer Zeit wieder auf die Straße kommt - er hat erstmal Kinderkrankheiten.

Heute ist mir tatsächlich der Kupplungsbowdenzug gerissen. Seltsamerweise war da vorher nichts schwergängig oder so.

Gleichzeitig - das ist wirklich verwunderlich - ging die Bremse fest. Grund dafür ist der Hauptbremszylinder, der ja gleich neben dem Kupplungsseil liegt. Ob´s da einen Zusammenhang gibt - eher unwahrscheinlich.

 

Zu dem Hauptbremszylinder hatte ich schon an anderer Stelle eine Frage bzgl. der Einstellung der kleinen Hutmutter auf dem Bolzen vom Bremsservo. Ich habe da schon mehrmals nachgestellt, eine halbe Gewindedrehung macht hier schon viel aus.

Gebe ich zu viel Spiel geht das Bremspedal ins Leere, gebe ich zu wenig Spiel schleift die Bremse minimal.

Also habe ich mich für etwa 25mm Pedalweg entschieden, bevor man etwas am Rad spürt. Das ging 25km gut.

Heute war nach 5km plötzlich die Bremse so fest, das man den Wagen kaum noch schieben konnte, was bei gerissenen Kupplungsseil echt ungünstig ist. Nach dem Lösen des Hauptbremszylinders vom Servo schob er sich kinderleicht.

 

Frage: darf sich der Geberbolzen bei Erwärmung im Motorraum derart ausdehnen, sodas sich die Bremse so stark verstellt?

Wenn ich soviel Bremsenspiel einstellen müsste, kommt man doch mit kalten Motorraum/Bolzen nie durch den TÜV?

 

herzliche Grüße aus Leipzig

Stefan

 

 

Hallo Stefan,

für das Spiel zwischen Haupbremszylinder und Bremskraftverstärker gibt es ein Einstellmaß, der Pedalweg ergibt sich dann von selbst. Unter die 1,26 mm würde ich aber nicht gehen, jedes 1/10 bringt Dich näher an eine blockierte Bremse.

Gruß Manfred

 

 

Anhang

Ist der Rest auch ok? Bremsschläuche etc.?

Freundliche Grüße,

Christoph Hain

1. Vorsitzender / Regionalleiter Region 9

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Hallo Christoph, ja der Rest der kompletten Bremsanlage ist vollständig neu. 

@ Manfred: das ist eine siper Schnittzeichnung. ich habe mich schon gefragt wie es hinter dem Bolzen weiter geht.

Ich werde mich wohl schrittweise an die richtige Einstellung herantasten.

Der Grund für die Neueinstellung des Bolzens war, das der neue Austausch-Hauptbremszylinder eine viel tiefere Ausbuchtung für die Aufnahme des Bolzenkopfes hatte als der ursprünglich verbaute. Der hatte eigentlich so gut wie keine Mulde. Der neue sieht eher aus wie der in der Schnittzeichnung. Der Alte musste raus weil der völlig fest korrodiert war. 

Grüße Stefan

Hallo Stefan,

das ist ein Bild aus dem Werkstatthandbuch, das Maß aus der Zeichnung kannst Du ohne viel zu testen als Basis verwenden, das funktioniert mit jedem HBZ ohne das die Bremse zumacht egal wie tief die Mulde ist. Das mit dem herantasten ist so eine Sache, damit habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht, nachdem in einer namhaften Werkstatt im Süden Deutschlands der Druckpunkt so eingestellt wurde hatte ich einen wunderbaren Bremspunkt, keine Probleme damit auf Kurzstrecken alles toll bis der Sommer mit Temperaturen über 30 ° ins Land zog..... ohne Probleme eine Runde von ungefähr 150 Kilometern gedreht, Fahrzeug abgestellt 30 Minuten später wider losgefahren nach 2 Kilometern Bremse zu. Also jeden 1/10 Milimeter ausgiebig testen.

LG Manfred

 

Hallo,

heute habe ich den neuen Kupplungszug eingebaut und den Bremszylinder nach den o.g. Angaben eingestellt.

Das Kupplungsseil hatte sich offenbar mit der Zeit aufgedröselt, das war kein spontaner Riss.

Bei der Einstellung des Hauptbremszylinders auf 1,25mm habe ich jetzt definitiv mehr Pedalweg, aber er bremst noch.

Ich muss das mal warm fahren.

 

Was ich definitiv sagen kann:

nach dem ersten Einbau des neuen HBZ und der neuen Bremsanlage habe ich bei dieser mehr oder weniger ursprünglichen Einstellung, sogut wie keine Bremswirkung gespürt. Eigentlich bremste er erst bei einem eingestellten Bolzenüberstand von 3-4mm.

Dann ging nach ein paar Kilometer die Achse schwergängig, also zurückdrehen auf 2,5mm,

dann wieder fest und jetzt reduziert auf 1,25mm. Eigentlich sollte es ja nicht so sein, aber ist es möglich, das sich die Anlage erstmal "setzen" muss? Die Schilderung von Manfred deutet ja auch in die Richtung...

 

herzliche Grüße

Stefan

Hallo, zum Abschluss des Themas:

gestern habe ich 150km gemacht, die Bremse funtioniert jetzt tadellos!

Vielleicht drehe ich irgendwann nochmal ein 1/10tel weiter raus, der Pedalleerweg könnte etwas kürzer sein,

es fühlt sich jetzt aber nicht falsch an. 

Danke für die Tipps.

Stefan

[quote=ymgood]

Hallo,

heute habe ich den neuen Kupplungszug eingebaut und den Bremszylinder nach den o.g. Angaben eingestellt.

Das Kupplungsseil hatte sich offenbar mit der Zeit aufgedröselt, das war kein spontaner Riss.

Bei der Einstellung des Hauptbremszylinders auf 1,25mm habe ich jetzt definitiv mehr Pedalweg, aber er bremst noch.

Ich muss das mal warm fahren.

 

Was ich definitiv sagen kann:

nach dem ersten Einbau des neuen HBZ und der neuen Bremsanlage habe ich bei dieser mehr oder weniger ursprünglichen Einstellung, sogut wie keine Bremswirkung gespürt. Eigentlich bremste er erst bei einem eingestellten Bolzenüberstand von 3-4mm.

Dann ging nach ein paar Kilometer die Achse schwergängig, also zurückdrehen auf 2,5mm,

dann wieder fest und jetzt reduziert auf 1,25mm. Eigentlich sollte es ja nicht so sein, aber ist es möglich, das sich die Anlage erstmal "setzen" muss? Die Schilderung von Manfred deutet ja auch in die Richtung...

 

herzliche Grüße

Stefan

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Hallo Stefan,

das hat mit mechanischem setzen nichts zu tun. Wenn Du den alten HBZ einmal zerlegen solltest wirst Du sehen das der Weg den die beide Kolben fahren können bis die Entlastungsbohrungen zum Voratsbehälter verschlossen sind nicht sehr groß ist. Wird das Spiel zwischen der Betätigungsstange des Bremskraftverstärkers und den Kolben des HBZ unter Null gesetzt werden die Kolben damit schon gegen die Federn im HBZ und ebenfalls die Manschetten und Federn im Bremskraftverstärker vorgespannt, der Weg bis zum Verschluss der Entlastungsbohrungen wird kleiner. Der Weg des Pedals bis sich Bremsdruck aufbaut wird dadurch auch kleiner was aber dazu führen kann das die Wirkung des Bremskraftverstärkers erst später und mit verminderter Kraft einsetzt. Kommt jetzt noch temperaturbedingte Ausdehnung und ein etwas träger nicht mehr ganz frischer Bremskraftverstärker dazu werden die Entlastungsbohrungen nicht mehr freigegeben und die Bremse ist zu. Das heisst dann entweder System entlasten oder bei einem wie mir, der nie Werkzeug mitführt, 2 Stunden am Parkplatz warten bis sich das System von alleine entspannt.

LG Manfred

Hallo Manfred,

danke für deine technischen Erläuterungen! Ich lerne gerne dazu. Zwischenzeitlich bin ich mit der letzten Einstellung am Hauptbremszylinder einige Wochen gefahren. Ich würde sagen das passt!

Was ich bei der Sache auch gelernt habe: ein ausgebautes Teil (in dem Fall der festgegangene HBZ) nicht sofort wegwerfen, bevor nicht sicher gestellt ist das das neue Teil ordentlich funktioniert. Nach deinen Erläuterungen würde ich es jetzt sofort aufschrauben und das Innenleben studieren.

... obwohl ich Optimist bin habe ich immer Werkzeug dabei ;-)

herzliche Grüße

Stefan

auf jedenfall würde ich es tun

 

sicher ist sicher

 

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bleibt gesund

gruß

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