Motor richtig einfahren

Hallo zusammen,

gerne gebe ich zu, das ich jeden Meter Spider fahren nach laaanger Restauration total genieße, nur fahre ich den Motor auch richtig ein?

- Spezielles "Einfahrmotoröl" ist drin
- Drehzahl geht nur selten über 3000 U/min und auch nur bei Öltemp. über 80 Grad
- Ich arbeite viel mit Motorbremse, damit der elastischer wird.
- zügiges Hochschalten

Kann ich noch etwas besser machen?
Bis jetzt bin ich 380 miles so unterwegs und möchte gerne wissen wie lange soll ich opimal das Einfahröl drin lassen, und wann darf ich endlich mal Feuer geben:D.

Danke für Tips!

Morgen Matthias,

als ich hab mal "gelernt", dass man den Motor langsam an die Quälerei gewöhnen sollte.

D.h. die ersten 500km sehr piano, so wie du es gemacht hast. Dann allmählich bis 1000km die Drehzahlen immer weiter steigern, die Last ebenfalls.

Im Idealfall kannst Du ihn dann nach 1500km zum ersten mal "ausdrehen"
Letztlich müssen sich aber nicht nur der Motor sondern auch Getriebe, Diff etc. aufeineander einreiben. als sind hier Gangwechsel in verschiedenen Drehzahlbereichen und unter verschiedenen Lasten etc. ideal.

Einfahr-Öl finde ich muss nicht sein. Wichtig ist nur ein Wechsel nach 1000km. Was hast Du denn da genau drin?

Warst Du gestern am Stammtisch?

Ich "musste" Fussball guggen :D

VG Jan

Ach ja, eins ist mir noch eingefallen:

Ganz wichtig ist (wie Du schon geschrieben hast), dass man nach dem Hochdrehen den Motor auch wieder nach unten "schleppt".
D.h. nicht auskuppeln sondern lediglich vom Gas gehen und die Motorbremse nutzen.

Hintergrund ist, dass dadurch vermehrt Öl am Kolbenhemd vorbeigesaugt wird und die Kolbenringe sehr gut mit Öl versorgt werden.
Die sind nämlich auch die Elemete, die eigentlich einlaufen müssen, da herscht die größte Reibung.

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[QUOTE=sirjan]Morgen Matthias,

als ich hab mal "gelernt", dass man den Motor langsam an die Quälerei gewöhnen sollte.

D.h. die ersten 500km sehr piano, so wie du es gemacht hast. Dann allmählich bis 1000km die Drehzahlen immer weiter steigern, die Last ebenfalls.

Im Idealfall kannst Du ihn dann nach 1500km zum ersten mal "ausdrehen"
Letztlich müssen sich aber nicht nur der Motor sondern auch Getriebe, Diff etc. aufeineander einreiben. als sind hier Gangwechsel in verschiedenen Drehzahlbereichen und unter verschiedenen Lasten etc. ideal.

Einfahr-Öl finde ich muss nicht sein. Wichtig ist nur ein Wechsel nach 1000km. Was hast Du denn da genau drin?

Warst Du gestern am Stammtisch?

Ich "musste" Fussball guggen :D

VG Jan[/QUOTE]

Hallo Zusammen;

bei so alten Blöcken ist alles beruhigt, wenn etwas auseinander fliegt, dann ganz am Anfang.
Das einzige was für den Motor neu ist , ist Kolben und Zylinder.
Beides mit Sicherheit qualitativ besser als damals.

Öl raus und Hochwertiges einfüllen.

Motor einstellen

Spass haben- Prima

außerdem halten die Motoren sehr viel aus, siehe Amiland.:eek:

greez
C:cool:

von: cs147

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Zum "zügigen Hochschalten" will ich nur anmerken, dass alle Spidermotoren konstruktiv die niedrigen Drehzahlen [B]unter Last [/B]gar nicht mögen, im Hinblick auf die Belastung und Ölversorgung von Kurbelwellen- und Pleuellagern.

Das sollte man sich also verkneifen - übrigens auch bei eingefahrenen Motoren.

von: lollorosso

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Mein Senf zu Thema :

Bis 1.000km max 3.000 U/min
Bei 1.000km Zylinderkopfschrauben nachziehen & ggf. Ventilspiel neu einstellen
Bei 1.000km Öl wechseln
Bis 5.000km max. 4.500 U/min
Bei 5.000km nochmals Öl wechseln
Ab 5.000km langsam und allmählich über oben beschriebene Grenzen "Feuer frei !"

Die Zylinderkopfschrauben zieht man übrigens richtig nach indem man sie in der richtigen Reihenfolge erst einzeln noch einmal leicht lößt um sie dann mit dem richtigen Drehmoment wieder festzuziehen. Somit schaltet man das "Loßbrechmoment" aus welches evtl. schon auf Anzugsmomentwert liegt !

Hast Du eine magnetische Ölablaßschraube drin ? Ist ganz interessant was so ein Ding gerade in der Einfahrphase zu Tage fördert !

von: Races

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Bei Ribe Schrauben nicht noch mal nachziehen nur bei den alten Sechskantschrauben!Die kann man übrigens auch wiederverwenden im Vergleich zu den Ribe Schrauben.
Gruss Torsten

von: torsten

Danke für die Tips zum Motoreinfahren, dann bin ich auf dem richtigen Weg;).
Ich merke jetzt schon deutlich das der Kleine gieriger wird.

@sirjan
Ich war nicht beim Stammtisch sondern auch Fußball schauen und bereue es nicht!:D

Gruß Matthias

Gast
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[QUOTE=Races]Mein Senf zu Thema :

Bis 1.000km max 3.000 U/min
Bei 1.000km Zylinderkopfschrauben nachziehen & ggf. Ventilspiel neu einstellen
Bei 1.000km Öl wechseln
Bis 5.000km max. 4.500 U/min
Bei 5.000km nochmals Öl wechseln
Ab 5.000km langsam und allmählich über oben beschriebene Grenzen "Feuer frei !"

Die Zylinderkopfschrauben zieht man übrigens richtig nach indem man sie in der richtigen Reihenfolge erst einzeln noch einmal leicht lößt um sie dann mit dem richtigen Drehmoment wieder festzuziehen. Somit schaltet man das "Loßbrechmoment" aus welches evtl. schon auf Anzugsmomentwert liegt !

Hast Du eine magnetische Ölablaßschraube drin ? Ist ganz interessant was so ein Ding gerade in der Einfahrphase zu Tage fördert ![/QUOTE]

5000Km einfahren das kann ja bei einigen ein paar Jahre Enthaltsamkeit bedeuten:D !
Mehr als 1000-1500 Km müssen wirklich nicht sein.
Ich habe in den letzten Jahren einige neue Motoren eingefahren und hatte nie einen gehabt der keine Leistung hatte oder Öl verbraucht hat.
Gruss Torsten

von: torsten

Gast
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[QUOTE=torsten]5000Km einfahren das kann ja bei einigen ein paar Jahre Enthaltsamkeit bedeuten:D ![/QUOTE]

Hat man den Motor selber gemacht hat ist das auch kein Problem. Wenn er aber gemacht wurde sollte man schon zusehen, zumidest im ersten Jahr nach Revision, ein paar Kilometerchen auf das Agregat zu bringen. Ggf. gibt es ja etwas zu reklamieren und da wird es mit der Gewährleistung später eher "schwierig" werden ...

5.000 km in einer Saison sollten eigentlich kein Problem sein. Es sei denn man hat zwei Fahrzeuge und muß sich immer wieder neu entscheiden ... :cool:

von: Races

Also ich finde 5000km sind deutlich zu lange zum einfahren.
Entweder er hält nach 1500km auch Maximaldrehzahl und -last aus, oder es hat jemand unsauber gearbeitet.

Auf heutigen Bearbeitungszentren für KW-Gasse und Zylinder sollte der Motor schon nach 500km eingelaufen sein.
Je größer die Bearbeitungstoleranz umso länger die Einfahrzeit.