Achsträger verstärken / Bilder von gerissenen Achsträgern

Hallo,

ich bin dabei die Vorderachse zu überholen und überlege den (noch nicht gerissenen) vorderen originalen Achsträger vor dem Kunststoffbeschichten zu verstärken.
Hat jemand so etwas schon mal selber gemacht? Gibt es Bilder davon?
Den entsprechenden Schweisser habe ich an der Hand.
Helfen würden mir auch Bilder von einem gerissenen Achsträger um zu sehen wo man verstärken muss.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Gruss
Berthold

<span class="anonymus">von: BerthelWagner</span>

Hallo Berthold,
wenn du noch ein paar Tage Zeit hast, werde ich unter meinen Spider klettern und einige Fotos von meinem verstärkten Achsträger einstellen. Jarobaldu hatte im Februar auch schon eine Anfrage gemacht.
Leider war ich bisher gesundheitlich nicht in der Lage, unter den Spider zu klettern.
Gruß
René

Hallo Leute,
bei euren Änderungswünschen soltet ihr genau überlegen was Ihr da macht.
Ihr greift in eine Geschweiße Gesamtkonstruktion ein. Das kann manchmal schlimme folgen haben da die Bauteile Dünamisch belastet werden, und der Stahl kalt verformt ist, das kann zu Rissen an der Schweißnaht führen. Es hat schon seinen grund warum die Bauteile Punktgeschweißt sind.
Wenn an eurem Träger Risse sind würde ich wie folgt vorgehen.
Anfang und Ende vom Riss mit einem Bohrer abbohren und den Riss Ausschleifen dann sauber Verschweißen.
Das Ganze sollte ein Betrieb machen der eine Zulassung nach
DIN 18800 Teil 7 hat, und die dafür erforderlichen Schweißverfahren kennt und Anwenden darf.
Das ist nichts für Leien.
An diesem Träger hängt euer leben.;)

Lebe dein Traum

Gast
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Hallo Armin,

ich gebe dir mit deinem Hinweis voll und ganz recht. Man muss wissen was man da tut. Ich bin selber Maschinebauingenieur und denke das entsprechende Hintergrundwissen zu haben. Ein Laie sollte da wirklich nicht einfach sinnlos ein Stück Blech mit einer durchgehenden Schweissnaht drauf bruzeln.
Da mein Achsträger noch nicht gerissen ist versuche ich Informationen zu bekommen wo und wie eine Verstärkung sinnvoll ist.

Gruss
Berthold

von: BerthelWagner

Gast
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[QUOTE=BerthelWagner]Hallo Armin,

ich gebe dir mit deinem Hinweis voll und ganz recht. Man muss wissen was man da tut. Ich bin selber Maschinebauingenieur und denke das entsprechende Hintergrundwissen zu haben. Ein Laie sollte da wirklich nicht einfach sinnlos ein Stück Blech mit einer durchgehenden Schweissnaht drauf bruzeln.
Da mein Achsträger noch nicht gerissen ist versuche ich Informationen zu bekommen wo und wie eine Verstärkung sinnvoll ist.

Gruss
Berthold[/QUOTE]

Moin!

auch ein Inscheniör :-)
Ich gebe es auch zum einen Profi zum schweißen, möchte es aber vorher wissen, wie es andere gelöst haben, deswegen auch meine Anfrage.

Gruß
Adrian,

P.S. das Anbohren des Risses kann man sich bei neuen Verschweißen eigentlich sparen:D

von: jarobaldu

Also ich hab den Achsträger in V5 nachkonstruiert und dann einmal mit Abaqus eine FE Analyse bzgl. der Lastfälle Vertikalstoß und Querstoß gerechnet.
Auch einen Längsstoß (z.B. Randsteinüberfahrt im Missbrauchsfall) hab ich mal gerechnet. Da sieht es aber ziemlich mieß aus (Scherung)

Die Spannungen gehen v.a. im Bereich der Bolzenanbindung ziemlich weit rauf. Und zwar in Fahrzeuglängsrichtung oberhalb der quer angeordneten Bolzen (vorderer). Da ist halt leider ein ziemlich blöder Querschnittsübergang.
Unkritisch sind die Anbindungen an der Karosserie (Formschluss vorausgesetzt). Ich hab mir da Passscheiben aus Alu gebastelt.

Ich sehe da ehrlich gesagt nicht viele Optionen den Träger umzuschweißen. da ja zwischen Träger und Querlänker nicht viel Platz ist. Wichtig ist, dass man, wenn man z.B. eine Lasche um die quer angeordnete Bolzenanbindung legt auf der Membranfläche eine z.B. Lochpunktschweißung macht, dort sind die Spannungen unkritisch.

Ich hab mich dann für einen Reproträger in dicker Bleckstärke entschieden. Leider aber noch keine Betriebsfestigkeitserfahrung hierzu. Ich musste leider einen Ersatzträger ordern, da meine Bolzen komplett runde Gewinde hatten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich heute so ein Bauteil in Verbindung mit Reifenbreiten über 185mm nicht mehr freigeben würde. :eek:
Von Spurplatten mal ganz abgesehen!

Falls einer von Euch Interesse hat, dann such ich mal die CAD-Modelle und ein paar Screenshots der FE Analyse zusammen. Dauert aber noch min. 2 Wochen, da ich gerade Urlaub hab :D

[quote=sirjan]
Falls einer von Euch Interesse hat, dann such ich mal die CAD-Modelle und ein paar Screenshots der FE Analyse zusammen. Dauert aber noch min. 2 Wochen, da ich gerade Urlaub hab :D[/quote]

Hi Jan,
ich hoffe Du nützt die Zeit vernünftig und schraubst fertig, auch wenn bei dir die Zeit im Moment wahrscheinlich knapp ist.;)
Ich traue mich jetzt gar nicht mehr unters Auto kucken bei den ganzen Horrorberichten:eek:.

Gruß Matthias

Gast
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Hallo,

das ist doch eine sehr interessante Diskussion. Das der Spider kein modernes High Tech Auto ist sollte allen bewusst sein und auf so etwas muss man sich einlassen.

Die CAD Modelle und die Screen Shots der FE Analyse würden mich auf jeden Fall interessieren.

Ich bin (zum Glück) jemand der mit den 185ern auf den Magnesium Felgen (auch die sind ein potentielles Risiko) gut leben kann. Mehr brauche ich beim Spider nicht. Vielleicht trägt das ja auch dazu bei das mein (originaler) Achsträger bisher ganz geblieben ist?

Wie macht das denn eigentlich die Fraktion die mit den Dingern Rennen fährt? Haben die alle verstärkte Achsträger? Soviel ich weiß bietet G&B so etwas ja an und gerüchteweise wissen die ja was sie tun.
Hat eigentlich irgendjemand mal ein Bild von einem gerissenen Achsträger? Sind die Risse hauptsächlich bei Fahrzeugen mit breiteren Reifen bzw. Spurverbreiterungen aufgetreten?

Wie sieht das mit PU Silent Blöcken aus. Erhöhen die die Belastung des Achsträgers?

Gruß
Berthold

von: BerthelWagner

Bei G&B habe ich das mal an einem Fahrzeug live gesehen.
Im amerikanischen Forum sind mal Beschreibungen gewesen.

Freundliche Grüße,

Christoph Hain

1. Vorsitzender / Regionalleiter Region 9

Telefon: 0172 7620 703

Stammtisch 14.11.2025 La Piazza Deckenpfronn (immer am 2. Freitag im Monat)

Ausfahrt Retroclassics Stuttgart

Treffen Haupttreffen 11.-14.6.2026 Rankweil

Gast
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[QUOTE=sirjan]Also ich hab den Achsträger in V5 nachkonstruiert und dann einmal mit Abaqus eine FE Analyse bzgl. der Lastfälle Vertikalstoß und Querstoß gerechnet.
Auch einen Längsstoß (z.B. Randsteinüberfahrt im Missbrauchsfall) hab ich mal gerechnet. Da sieht es aber ziemlich mieß aus (Scherung)

Die Spannungen gehen v.a. im Bereich der Bolzenanbindung ziemlich weit rauf. Und zwar in Fahrzeuglängsrichtung oberhalb der quer angeordneten Bolzen (vorderer). Da ist halt leider ein ziemlich blöder Querschnittsübergang.
Unkritisch sind die Anbindungen an der Karosserie (Formschluss vorausgesetzt). Ich hab mir da Passscheiben aus Alu gebastelt.

Ich sehe da ehrlich gesagt nicht viele Optionen den Träger umzuschweißen. da ja zwischen Träger und Querlänker nicht viel Platz ist. Wichtig ist, dass man, wenn man z.B. eine Lasche um die quer angeordnete Bolzenanbindung legt auf der Membranfläche eine z.B. Lochpunktschweißung macht, dort sind die Spannungen unkritisch.

Ich hab mich dann für einen Reproträger in dicker Bleckstärke entschieden. Leider aber noch keine Betriebsfestigkeitserfahrung hierzu. Ich musste leider einen Ersatzträger ordern, da meine Bolzen komplett runde Gewinde hatten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich heute so ein Bauteil in Verbindung mit Reifenbreiten über 185mm nicht mehr freigeben würde. :eek:
Von Spurplatten mal ganz abgesehen!

Falls einer von Euch Interesse hat, dann such ich mal die CAD-Modelle und ein paar Screenshots der FE Analyse zusammen. Dauert aber noch min. 2 Wochen, da ich gerade Urlaub hab :D[/QUOTE]

Bolzen kann [I]mann [/I]neu machen:D
Macht Hansi auch immer- ist kein Hexenwerk.
Alte Träger sind i. d. R. dickwandiger, besser gezogen und besser gepunktet.
Habe mehrfachen Vergleich daliegen
greez

C:eek:

von: cs147

Gast
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[QUOTE=sirjan]

Falls einer von Euch Interesse hat, dann such ich mal die CAD-Modelle und ein paar Screenshots der FE Analyse zusammen. Dauert aber noch min. 2 Wochen, da ich gerade Urlaub hab :D[/QUOTE]

Moin!

Dann schönen Urlaub und ich hätte auch Interesse an den bunten Bilder :rolleyes:

Gruß
Adrian

von: jarobaldu

http://fiatspider.com/f08/viewtopic.php?f=14&t=13195

Es gab aber noch viel bessere von einer Resto. Finde ich gerade nicht mehr...

Freundliche Grüße,

Christoph Hain

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[QUOTE=Snoopy]http://fiatspider.com/f08/viewtopic.php?f=14&t=13195

Es gab aber noch viel bessere von einer Resto. Finde ich gerade nicht mehr...[/QUOTE]

Danke, ich habe mittlereweile auch nach "fiat 124 crossmember" gegoogelt:

http://fluforum.italiancarclub.com/viewtopic.php?t=3517

Gruß
Adrian

von: jarobaldu

Gast
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Was auch nicht zu vernachlässigen ist sind die Längsträger und deren Bolzen.Wenn man den Achsträger abschraubt siehts darunter oft böse aus.Diesen Bereich habe ich damals mit einer Verstärkung entlang der Längsträger versehen.Das geht aber nicht mit jedem Achsträger den er muss ja noch dazwischenpassen.
Gruss Torsten

von: torsten

Laut G&B muss man das richtig machen an den Bolzen sonst reißt es gerne genau neben der Stelle weiter. Auch das waren im Forum schon mal Bilder unterwegs...

Freundliche Grüße,

Christoph Hain

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@Matthias

Ja, ich hab das mit der FE Analyse schon vor ein paar Monaten gemacht.
Ich würd mir bei unseren Laufleistungen keine allzu großen Sorgen machen.
Problematisch wirds ja erst bei einer gewissen Anzahl von Schwingspielen.
D.h. als Serienteil ist es zu schwach, bei unseren Kollektiven und Laufleistungen schon OK.

Aber morgen hab ich endlich wieder Zeit zum Schrauben (bekommen) ;)

Dan versuch ich mal so weit wie möglich zu kommen. Zum TÜV klingel ich dann bei Dir an.

VG Jan

weil mein achskörper damals am oberem befestigungspunkt (angeschweißte mutter ) abgerissen war , habe ich an dem neuen die muttern entfernt und eine dicke große unterlagsschraube drauf geschweißt und längere bolzen mit sicherungsmuttern verwendet

laut fiat vorschrift sollten die befestigungspunkte des achskörper jedes jahr geprüft und nachgezogen werden

ich hatte auch probleme mit den vier befestigungspunkten an der karosserie was ich durch einschweißen neuer bleche repariert habe

würde ich heute nicht mehr so machen , habe dann bei einem anderen frisch aus amerika importierten spider eine für mich bessere lösung gesehen

da wurden löcher komplett durch den karosserieträger gebohrt und oben drauf eine dicke gegenplatte geformt und der achsträger mit bolzen und sicherungsmuttern befestigt , was meiner meinung nach dann nicht mehr zu einem lockern des achsträgers führt

gruß
holger
spider-krefeld

bleibt gesund

gruß

holger

spider-krefeld



FIAT 124 SPIDER KREFELD / NRW



Feuer In Allen Töppen



Fiat 124 Spider CS 1 US Herstellung 12 / 77



www.124fiatspider.de



142.Stammtisch 124fiatspider.de/Forum/NRW



am Sonntag den 07.12.2025 im Cafe del Sol in Krefeld ab 10.00 Uhr