Bohrungen Karosserie schließen

Hallo,

war einer von euch schon mal in der Verlegenheit Bohrungen in der Karosserie schließen zu müssen? Ich meine jetzt nicht Rostlöcher sondern Bohrungen von
ungewollten Spiegeln, Gepäckträgern etc. Durchmesser zwischen 6 und 12mm-und das am lackierten Fahrzeug?

Da die Karossensubstanz bei meinem Wagen sonst glaube ich ziemlich gut ist (kein Rost, kein Spachtel bisher entdeckt) wollte ich mit Spachtelage erst gar nicht anfangen, sondern die Bohrungen zuschweißen lassen u. örtlich selbst neu spritzen.(Originalfarbe habe ich noch).

Es geht konkret um 2x6mm und 2x 12mm Bohrungen für ehemalige Talbotspiegel auf den Kotflügeln.(wie kann man einem Spider sowas antun?) Sowie 4x 3mm Bohrungen für die zwei nicht originalen Rückspiegel im Türbereich.

Was ich in Foren so zusammenlesen konnte, ist das zuschweißen selbst anscheined erst mal kein Problem.
Besteht aber nicht die Gefahr das der Unterbodenschutz in den Radläufen bzw. das Mike Sanders Fett in den Türhohlräumen abfackelt?
Und wie groß werden die neu zu lackierenden Flächen nach dem Planschleifen der Schweißpunkte sein? Kann sich das Blech werfen oder verbiegen?

Gibt es vielleicht doch eine "saubere" Alternative zum Zuschweißen?

Vielen Dank vorab für eure Erfahrungen.

Gruß Christoph

<span class="anonymus">von: 1977cs1</span>

Hallo Christoph,

diese unmöglich platzierten Siegel, Antennen etc. der Vorbesitzer sind wirklich ein Problem. Bei meinem Spider war dies auch so.
Ich denke, ob beim Schweißen etwas brennen kann, muss der Karosseriespengler verantworten. Ich habe jedenfalls über diese Verschandelungen bis jetzt weggesehen, da ich z.Zt. meinen Spider komplett neu lackieren lasse. In diesem Zuge war es natürlich dann unproblematisch ungewollte Löcher schließen zu lassen.
Allerdings habe ich festgestellt, dass viele Überraschungen auftauchen, wenn man anfängt zu schleifen. Auch Spachtel, wo ich ihn nicht vermutet hätte.

Dass sich etwas verformt, glaube ich nicht, da der Spider überaus stabil ist.
Allerdings befürchte ich, dass punktuelle Teillackierungen immer sichtbar bleiben. Aus eigener Erfahrung: Die Flächen werden bei der Bearbeitung immer größer, bis das Fahrzeug zum Schluß komplett entlackt ist.

Wenn man einen entsprechend hohen Anspruch an den Lack hat, könnte man hierbei aus kleinen Fehlern am Auto ein ziemliches Fass aufmachen.

Gruß Bernd

Früher wurde unterm Loch ein Pfennig gelötet, Zinn drüber und dann der übliche Arbeitsgang bis zum Lackbeischleifen.
LG Bodo W

Ps. Heute problematischer da Euro im Handel:D :D

Bodo W

Gast
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Hallo Bodo, hallo Bernd,

über das Verzinnen ist hier glaube ich auch schon mal etwas diskutiert worden.
Wie geht das genau und was ist davon zu halten. (Normaler Lötkolben/Lötlampe?, welches Zinnmaterial eignet sich gut für den Verbund mit dem Stahlblech, auch würde ich den Pfennig hinterher wieder abkriegen).

Oft wird ja gesagt, daß durch unterschiedliche Ausdehnung bei Bestrahlung
der Lack darüber reißt oder ähnliches.

Sicher hängt das auch etwas von der Größe und Lage der "geflickten" Stelle ab.

Sicher allein schon von den wesentlich geringeren Temperaturen beim Löten und der möglichen Präzision gegenüber dem Schweißen erst mal die sympathischere Variante.

Gruß Christoph

von: 1977cs1

Moin
Ich hab noch nen Pfennig:D aber auch noch nicht verzinnt;)
Jetzt die gute nachricht in der letzten oldtimer zeitungen die ich gekauft hab ist das thema ausführlich behandelt ich such es mal raus und poste dir welche zeitung.

Gruß Horst

ich tu nix Ich will nur spielen :cool:

Gast
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Hallo!
Bei den kleinen Löchern 3-6mm reicht es wenn man die Löcher mit dem Schutzgasschweisgerät zuschweisst.Ein Stück Kupfer wenn möglich von hinten gegenhalten und dann vorsichtig mehrere Punkte nebeneinandersetzen.Wenn man ordentlich Schweisst braucht man wenn überhaupt nur noch einen Hauch Feinspachtel.
Gruss Torsten

von: torsten