Kraftstoffschläuche beachten

Hallo,
für alle die, die den Artikel über Kraftstoffschläuche in der Oldtimer Markt (oder wars in der Oldtimer Praxis?) nicht gelesen haben, wollte ich noch mal kurz aus leidvoller Erfahrung berichten:
Mein seit 9 Jahren zuverlässiger 85er DS springt nach einigen Tagen Standzeit an wie gewohnt, stinkt aber extrem nach Sprit, Motor sofort aus, schöne Lache unterm Auto, Höhe Fahrertür.
Das ganze natürlich in der dunklen Tiefgarage und ohne Abschlepphaken.
Also mit Taschenlampe auf den Boden gerobbt und festgestellt, dass der Kraftstoff-Rücklauf - Schlauch (das kurze Stück zwischen den festen Leitungen) sich zerlegt hat. Natürlich komplett ausgehärtet und die Schellen so angebracht, dass ich auf dem Wagenheber (mit zusätzlicher Sicherheitsabstützung) keine Chence hatte, das Ding zu entfernen, ohne die Metallleitung abzureissen.
Also zähneknirschend ADAC gerufen, der mit höherem Wagenheber auch nach langem Gewürge den Schlauch erneuert bekommt, gestartet und es leckt immer noch !
Und nun kommt das eigentlich Erschreckende: Der andere Schlauch (vom Filter nach vorne) , den ich vor drei Jahren mal erneuert hatte, hatte auch ein Loch und war außerdem komplett porös.
Es handelte sich um einen gewebeummantelten Schlauch aus dem Kfz Zubehör (siehe auch o.g. Artikel).
Ich habe jetzt einen Schlauch nach DIN 73379 verbaut, von dem mir der Verkäufer versichert hat, dass er mindestens 20 Jahre hält, was man allerdings bei einem Preis von über € 20,- pro Meter auch erwarten kann.
Der ist so zäh, dass er sich kaum mit dem Seitenschneider durchtrennen ließ.
Es scheint tatsächlich zu stimmen, dass der Sprit durch Alkohol- , oder welchen Zusatz auch immer, deutlich agressiver geworden ist.
Also, wenn Ihr mal unter Euren Spidern steht, oder liegt, werft ruhig mal einen Blick auf die Schläuche, bevor wir die Pannenstatistik von Fiat unnötig versauen.

Viele Grüße
Mathias

<span class="anonymus">von: Mathias E</span>

[QUOTE=Mathias E]
Es scheint tatsächlich zu stimmen, dass der Sprit durch Alkohol- , oder welchen Zusatz auch immer, deutlich agressiver geworden ist.[/QUOTE]

Moin moin,
"Benzin" ist immer Alkohol, wenn auch primär Oktanol (also einer mit acht C-Atomen) und kein Äthanol (mit zweien den wir trinken :rolleyes: ). Da verbleiter Sprit verboten ist, ist der Sprit heute eigentlich viel reiner als noch vor ein paar Jahren. Das wird durch die höhere Oktanzahl deutlich (prozentualen Anteil von Oktanol am Sprit). Den niedrigen Oktangehalt hat man früher durch Bleizusatz ausgeglichen.

Allerdings wird heute nach Biokraftstoffquotengesetz immer mehr Biokraftstoff zugefügt. Ich bin nicht sicher, ob das auch für Benzin gilt, bei Diesel ist es so. Wollte mal einen Saugdiesel auf Biodiesel umrüsten; der Wert der auszutauschenden Dichtungen inkl. Einspritzpumpe hätte den Wagenwert überschritten :eek:

Was mit dem Biokraftstoff alles mitkommt, ist jedenfalls fraglich.
Marcus