Batterie

Guten Morgen.
Es gibt ja bekanntlich keine dummen Fragen ;-)
Ich habe bisher immer "irgendwelche" Batterien in meinem Spider verbaut.
Nun ist mal wieder eine fällig. Da ich mir diesmal eine "neu" zulegen möchte, meine Frage. Wie viel KW haben unsere LiMa´s? Welche Batterien fahrt ihr?
Danke für die Rückmeldung.
Gruß Kai

<span class="anonymus">von: Kai BS1</span>

hallo

man kann eigentlich keine "falsche" Batterie einbauen.

Du musst nur auf die Abmessung achten.Bei mir war schon beim Kauf eine 95Ah verbaut, die eigentlich (laut beschriftung) von einem Mercedes Taxi stammt.

Ich würde dir auf jeden Fall zu einer Batterie mit möglichst vielen Ah raten, da die lange Standzeit (auch im Sommer) von einer stärkeren Batterie besser verkraftet wird.

Wenn du dir eine neue zulegen willst, mach dass erst im Frühling, da über die Satndzeit (selbst mit einem teuren Ladegerät) die Batterie leidet, ausserdem kaufe ich meine Batterien immer in großen Geschäften bzw stark frequentierten Läden, da man sich da sicher sein kann, dass die Batterie nicht schon Monate lang ungenutzt herumsteht.

Martin

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Hallo Martin,
bin ja "auch" kein Experte. Aber so weit ich weiß, wird eine zu große Batterie auch nicht voll geladen. Soll heißen, leistet die LiMa 55Ap/h und die Batterie hat 95Ap/h wird sie nie richtig voll.
Natürlich muss ich mir jetzt eine Batterie zu legen, da meine aktuelle so schlapp ist, dass mein Spider schon bei 6°C kaum noch anspringt.
Trotzdem danke für Deinen Tipp.
Wenn jemand die Leistung der LiMa weiß, würde ich mich trotzdem über eine Antwort freuen.
Gruß Kai

von: Kai BS1

die LiMa vom 2000 USA hat 55 Ah

soviel ich weiss, nützt dir eine größere Batterie sehrwohl etwas da , die Leistung der Lichtmaschine in Ampere / Stunden angeben ist.Somit müsste eine Ladung über bsp 50 A bei 2 Stunden eine vollkommen leere 100 Batterie laden können...

Aber vielleicht weiss Holger dazu etwas.

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Natürlich wird die Batterie voll - dauert nur u.U. etwas länger.

Da die Batterie aber sowieso nicht mit dem vollen Strom der LIMA geladen
wird macht selbst das keinen großen Unterschied, da eine große Batterie
auch einen größeren Ladestrom "verarbeiten" kann. Nur wenn viele Andere
Verbraucher an sind, kann das Laden etwas länger dauern.

Die größere Batterie wird also immer die größeren Reserven haben. Da der
Spider kaum bei -20° betrieben wird und auch keinen so großen Motor hat,
ist die Kapazität wichtiger als der maximale Strom.

Gruß, Marcus

von: MarcusMüller

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Hallo an Alle!

Also erstens sollten wir unterscheiden:
Handelt es sich um ein Saisonfahrzeug oder fährst du auch im Winter?
Hast du einen Akku Jogger(automatisches lade+entladegerät)?

Wenn es sich um ein ganzjährig genutztes Fahrzeug handelt genügt auch eine kleine Batterie mit rund 50 Ampere.

Soll der wagen aber längere Zeit stillgelegt werden ist es aus meiner Erfahrung besser eine große Batterie zu verbauen, da diese selbst ohne regelmäßiger Lade+Entlade Tätigkeit länger über dem "Totpunkt" bewegt.

Die angegeben 55 Ah der Lichtmaschine ist ein eher theoretischer Wert.:)

Soweit ich weiss bot Panther seinerzeit eine eigene Oldtimer Batterie an.

Die beste Lösung ist sicherlich ein automatische Batterieladegerät (max 100€) welches du aber im Ganzjahresbetrieb sicherlich nicht benötigts.Daher reicht eine normale Batterie mit 50-60 Ah von ATU etc vollkommen aus.

Neuere Fabrikate stehen bei regelmäßiger Nutzung bis zu 10 Jahre problemlos durch.

Norbert

von: Restaurator

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Hallo Norbert,
na das ist doch mal eine Ansage!
Natürlich fahre ich den Winter über durch!
Besitze ja ein Auto und kein Sofa ;-)
Mit Deiner Aussage über die Ah Angabe für meine Batterie kann ich auch was anfangen.
Derzeit habe ich eine 55 Ah Batterie verbaut und werde mir diese nun auch in neu zulegen.
Danke und gleichfalls "gute Fahrt"
Kai

von: Kai BS1

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Hallo

es freut mich, wenn ich helfen konnte.

Und wie "Martin" schon gesagt hat:Versuche dass du eine möglichst neue erwischt, in so manchen "Werzeugspezialgschäften" stehen die guten dinger monatelang herum.

Norbert

von: Restaurator

hallihalloo ... mein bmw und der spider teilen sich seit vielen jahren eine 55ah bakterie ... noch nie nicht angesprungen ... in der dunklen jahreszeit lade ich alle paar wochen mal mit einem handelsüblichen ladegerät und einer kleinen box vom www.novitec.de (die die sulfatierung wieder auflöst) eine nacht ...
ich glaub die kleine batterie wird nächstes jahr 10 jahre alt ...

gruß .... rob

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Hallo Kai,

:rolleyes: hier noch ein kurzer Erfahrungsbericht.

Ich habe nur eine 45 Ah Batterie verbaut. Funktioniert perfekt. Ich fahre mit meinem 74er nicht so viel, eher nur bis zum nächsten Eissalon und brauche gar nicht so viel Power seitens LiMa, um die Batterie bei Laune zu halten. Zumindest springt das Auto immer an und nachladen während der Saison ist ein Fremdwort. Also im Winter, während Du Sofa fährst, wie ich verstanden habe, hänge ich die selbige an einen Batterie-Trainer und bin im Frühjahr glücklich.

Ich habe noch nie gehört, dass eine Batterie, egal wie groß, ohne nachzuladen gleich funktioniert. Na klar, die kleineren gehen ohne Pflege schneller kaputt als die großen. Die Großen überwintern auch mal einige Jahre ohne Pflege. Ein guter Trainer während des Winters ist daher Pflicht, egal, um welche Batterie es sich handelt. Seit 15 Jahren habe ich erst eine Batterie nachgekauft (glaube ich zumindest :-)). Also, dann viel Spaß mit Deinem 73er im Skiurlaub, oder was Du sonst so alles zwischen den Jahren treibst.

Wolfgang

von: Wollingerwolle

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Batterietrainer und laden ist sicher optimal.

Da ich aber leider in meiner Garage keine Steckdose habe, kann ich das nicht.

Ich habe allerdings festgestellt das schon das Abklemmen der Batterie reicht,
um sie locker überwintern zu lassen. - Sonst entlädt sie sich halt langsam
über die permanenten Verbraucher wie Uhr, Radio etc. Leider kommt dann
nach der Entladung die Tiefentladung und dann ist sie meist auch hin.

Gruß, Marcus

von: MarcusMüller

Hallo Kai,

wenn Du dem Spider eine richtig gute Stromversorgung gönnen willst, dann mach es so:

Mit dem "Natoknochen" schaltest Du die Stromversorgung ganz ab. Da springt der Spider selbst nach 2 Jahren problemlos an und Säurenebel im Kofferraum gibt es auch nicht, da die Säure im Vlies gebunden ist. Die Startleistung entspricht ungefähr einer 100 Ah Batterie, obwohl meine Optima nur 50 Ah hat.

Viele Grüße von,

Wolfgang

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Sieht ja lustig aus, Dein "Natoknochen".
Wo bekommt man den denn her?
In meinem Spider sitzt die Batterie unter der Motorhaube (BS1).
Mittlerweile habe ich mir schon eine neue angeschafft und bin sehr zufrieden.
Außerdem müsste ich dann jedesmal das Radio neu programmieren.
Ist aber sicherlich (versteckt angebracht) eine gute Diebstahlsicherung.
Gruß Kai

von: Kai BS1

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Moin,

haua, über 200 Teuro für eine Batterie ist schon heftig:eek: . Und die Geschichte mit den "Säurenebel" ist auch lustig :D

Statt schalter habe ich 10-13 Schlüssel im Kofferraum, damit kann man im Winter die Batterie auch abklemmen. Und für den Winter gibt es im wieder bei den Discountern (LIDL: 20 Euro) eine Batterieladegerät mit Erhaltungsladungfunktion. Damit hielt meine 7 Jahre Batterie ohne Probleme durch.
Meiner Ansicht nach ist "saubere" Elektrik, die keinen Strom in Ruhezustand zieht viel wichtiger, als sich irgendwelche exotenlösung zu suchen.

Gruß
Adrian

von: jarobaldu

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Hi Leute,

wenn wir gerade bei dem Thema Überwinterung der Batterie sind, möchte ich ein Thema mal kurz zur Diskussion stellen, das bislang nie so richtig beleuchtet wurde::

Was einer Batterie am meisten schadet, ist ja wohl die Sulfatbildung, die dann auftritt, wenn die Batterie und damit der Elektrolyt länger nicht in normaler Benutzung ist, also über Winter.
Wird das am Boden abgesetzte Sulfat zu viel, erreicht es die Platten und verursacht Kurzschlüsse in den Zellen und das war's dann für die Btterie.

Also ist "einfach stehenlassen und im Frühjahr wieder laden" die denkbar schlechteste Alternative, da hier die Sulfatierung den ganzen Winter die Batterie maximal schädigen kann.
Laufen wird die Karre bestimmt wieder und je größer die Batterie, desto weniger wird man ihr anmerken, aber für die Lebensdauer ist das sicher nicht gut.

Um dem vorzubeugen und nebenbei die Ladung der Batterie aufrechtzuerhalten, benutzen einige von uns ein Ladegerät mit Erhaltungsladefunktion, andere einen Batterietrainer.

Ein Batterietrainer simuliert den normelen Fahrbetrieb, entlädt und lädt also zyklisch mit einer mehr oder weniger intelligenten Logik und verhindert somit diese gefürchtete zusätzliche Sulfatbildung durch Nichtbenutzung im besten Falle komplett.

Was aber noch nie besprochen wurde, ist, ob ein Ladegerät mit Erhaltungsladung das genauso gut tut oder nicht.

Von meinem Verständnis her beugt die Erhaltungsladung ja der Sulfatierung keineswegs vor, denn einfach nur häppchenweise ein wenig nachzuladen, wenn die Spannung durch die Nichtbenutzung zu niedrig geworden ist, hält den Elektrolyten ja nicht auf Trab wie ein Batterietrainer oder normales Fahren.
Sprich:
Mit einem Erhaltungsladegerät bleibt die Batterie zwar immer geladen, die Sulfatierung kann aber trotzdem ihr destruktives Werk ähnlich fortsetzen wie wenn man die Batterie über den Winter einfach abklemmt und stehenläßt.

Ergo sollte nur ein Batterietrainer und nicht ein Erhaltungslader die einzig wirklich vernünftige Lösung sein!?

Wie seht Ihr das und wie sind Euere Erfahrungen?

Gruß
Udo

von: PininfarinaAG

[QUOTE]"Säurenebel" ist auch lustig [/QUOTE]

Hallo Adrian,

wenn Du das lustig findest, kann ich das nicht ganz vollziehen! :)

Schau Dir doch mal mein Foto von der Batterie genau an, da siehst unten rechts vor der Batterie eine braune Verfärbung. Wurde durch Säurenebel, bzw. Spritzer hervorgerufen. Kann jetzt so nicht mehr passieren! :D

Viele Grüße von,

Wolfgang

Hallo Udo,

interessanter Beitrag. Trifft allerdings nur für konventionelle Batterien zu.

Bei den AGM-Batterien in Spiraltechnologie (z. B. Optima) kann sich [B][U]unten[/U][/B] kein Sulfat absetzen, da die Säure in einem Glasvlies gebunden ist!

Der hohe Preis für eine solche "Spezialbatterie" relativiert sich auch wieder, da mit einer doppelt so langen Betriebsdauer - im Vergleich zu normalen Batterien - gerechnet werden kann. :)

Viele Grüße von,

Wolfgang

Gast
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Hi Wolfgang,

ich denke mal, daß 95% der Spiderfahrer normale Bleiakkus haben, das ist ein wenig mehr als "nur" ;-)

Deshalb betrifft die Sulfatierung außer wenigen Leuten wie Dich praktisch jeden inclusive den Threadersteller.

Daher wollte ich das in diesem passenden Zusammenhang mal zur Diskussion stellen und hoffe, daß der eine oder andere das Thema "Unterschied zwischen Battereitrainer und Erhaltungsladegerät bezüglich Sulfatierung" doch noch etwas erhellen kann.

Gruß
Udo

von: PininfarinaAG

Und hier noch mal die Vorteile einer AGM-Batterie - im Vergleich zu konventionellen Batterien:

[COLOR=Red]Viel sicherer als Naßbatterien (wegen der Rekombination des Knallgases beim Laden)
Benötigen kein Wasser
Niedrigere Selbstentladerate (typisch sind 1%-2% pro Monat)
Längere Lebensdauer
Höhere Rüttelfestigkeit
Weniger Ausfälle bei Tiefentladung
Höhere Aufnahme bei der Hauptladung (bis zu 15% kürzere Aufladezeit und geringere Kosten)
GeringereToleranz gegenüber Hitze
Brauchen keinen besonderen, gefährlichen Versand
Können in Salzwasseranwendungen eingesetzt werden
Auslaufsicher und können in fast jeder Position eingebaut werden (weil sie verschlossen sind)
Können in halbgeschlossenen Bereichen genutzt werden, z.B. Innenraum oder Kofferraum
Größere Widerstandsfähigkeit der Endpole gegen Korrorsion
Weniger Ladespannungstoleranz
Leiden nicht an [B][U]Sulfatierung durch Säureschichtung [/U][/B]oder Wasserverlust[/COLOR]

Die [U][B]Spiraltechnologie[/B][/U] bietet noch diese zusätzlichen Vorteile:

[COLOR=Red]Halten bis zu 15mal mehr Vibration aus
Bis zu doppelt soviel Zyklen wie eine nasse Bleibatterie
kleiner
Schnellere Ladung, da deutlich geringerer Innenwiderstand
Größere Nachlade- und Erhaltungsladespannungsrahmen
Widerstehen Hitze besser[/COLOR]

Viele Grüße von,

Wolfgang

Gast
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[QUOTE=pininfarina]Hallo Adrian,

wenn Du das lustig findest, kann ich das nicht ganz vollziehen! :)

Schau Dir doch mal mein Foto von der Batterie genau an, da siehst unten rechts vor der Batterie eine braune Verfärbung. Wurde durch Säurenebel, bzw. Spritzer hervorgerufen. Kann jetzt so nicht mehr passieren! :D

Viele Grüße von,

Wolfgang[/QUOTE]

Moin!
Okay, ich habe das bei neueren Wartungsfreien Batterien nicht gesehen, das da irgendwo was rauskommt. Keine Frage, aus deiner Batterie kommt jetzt nix raus.
Und dann der Preis: ich zahle normaleweise so um die 50 Euro für eine neue Batterie. Da sind die 220 Euro für den Knochen schon sehr viel. Das würde meiner Ansicht eine 4 Fache Lebensadauer erfordern... :confused: Klar muß da jeder selbst entscheiden was ihm da lieber ist. Ich würde das Geld dafür nicht ausgeben wollen.

Gruß
Adrian

von: jarobaldu

Gast
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Sehe ich genauso - ich bin auch nicht sicher, ob die im Zweifel wirklich soviel
länger hält.

Hinzu kommt, daß diese Batterien vor allem auf hohe Entladeströme optimiert
sind. Bei einem Auto was immer sehr lange steht und nicht in der Arktis betrieben
wird ist aber die reine Kapazität der Batterie (Selbstentladung bzw. langsame
Entladung durch Verbraucher) wichtiger.

Die ganzen modernen Batterien haben außerdem einen Anschluß für einen
Schlauch um evtl. Säuredämpfe abzuleiten.

Ein Batterietrennschalter ist natürlich eine gute Idee - wobei ich hier einfach
das Masseband abklemme wenn das Auto über den Winter steht.

Nach meiner Erfahrung ist bei den Autos die lange stehen vor allem eine
Tiefentladung der Tod der Batterie.

Gruß, Marcus

von: MarcusMüller