Ventilspiel, -klappern, -einstellen, -werkzeug

Ich hab ja schon länger nach einem Ventileinstellwerkzeug gesucht. Jetz hab ich mir (mit Hausmitteln) selbst eins gemacht - s. Bild. Funktioniert einwandfrei, wenn die Stehbolzen neben den Stößeltassen min. 8 mm über die Muttern rausgucken.
Das Ziel war das lästige Geglapper zu mindern. Dazu habe ich das Spiel jetzt rigeros auf 0,3/0,35 mm eingestellt. Ergebnis: Nahe Null. Im Leerlauf und bei ein/zwei bestimmten Drehzahlen schnattert es wie in einem ausgelutschten Stoßstangenmotor. Dabei ist alles praktisch im Neuzustand - Nocken, Plättchen usw. ohne jegliche Verschleißspuren.
Also - falls noch jemand ne Idee hat, wie man dem Geklapper bei kommt...

Hallo Matthias,
ich habe zwar die genauen Ventielspielwerte nicht im Kopf, aber deine Einstellung erscheint mir als ein wenig zu stramm, ich glaube das Ventilspiel bewegt sich je nach Modell und Ein/Auslassseite im Bereich von 0,4 bis zu 0,5 beim VX.
Wenn das Ventilspiel zu stramm ist, können die Ventile die Wärme nicht mehr an den Zylinderkopf abgeben und durchbrennen.
Ich hatte mal vor Jahren das Ventilspiel in der Werkstatt einstellen lassen, in der Hoffnung, die bekommen das besser hin als ich selbst, aber das Ergebnis war für die Ohren enttäuschend.
Ich vermute, dass aufgrund unserer Motorbauart kein ganz leises Ventielspiel möglich ist.
Mit freundlichem Gruß:)
René aus Berlin

es könnte auch an den ventil-federn liegen

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bleibt gesund

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0,45 Einlaß 0,50 Auslaß wenn ich mich recht erinnere. Am kalten Motor so gemesen, daß man die Lehre gerade mal noch dazwischebekommt.

"Eine Sache läßt sich so lange verbessern, bis sie endgültig zusammenbricht." (Murphys law)

von: 124special

[QUOTE=Matthias]Ich hab ja schon länger nach einem Ventileinstellwerkzeug gesucht. Jetz hab ich mir (mit Hausmitteln) selbst eins gemacht - s. Bild. Funktioniert einwandfrei, wenn die Stehbolzen neben den Stößeltassen min. 8 mm über die Muttern rausgucken.
Das Ziel war das lästige Geglapper zu mindern. Dazu habe ich das Spiel jetzt rigeros auf 0,3/0,35 mm eingestellt. Ergebnis: Nahe Null. Im Leerlauf und bei ein/zwei bestimmten Drehzahlen schnattert es wie in einem ausgelutschten Stoßstangenmotor. Dabei ist alles praktisch im Neuzustand - Nocken, Plättchen usw. ohne jegliche Verschleißspuren.
Also - falls noch jemand ne Idee hat, wie man dem Geklapper bei kommt...[/QUOTE]
Hallo Matthias,
was für ein Öl fährst Du eigentlich?
Gruß René

Gast
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Tritt das Klappern nur bei kaltem Motor auf?

Dann hätte ich noch einen Tip und zwar die Nockenwellenräder.
Teilweise sind Nockenwellenräder aus Kunststoff verbaut, die Nabe auf der Welle ist aus Metall an der Verbindungsstelle sind bei mir die Nockenwellenräder radial eingerissen.
Bei kaltem Motor hat der Kunstoff auf der Metallnabe Spiel, was zu dem Klackern führt.

Gruß
Frank

von: amerryl

Doch, klar will ich mit Euch reden - wann immer es möglich ist. Ich war nur 2 Wochen im PC-freien Urlaub. Und bin da 1000 km mit dem geringen Spiel rumgefahren. Ich bin nun doch der Meinung, daß es ruhiger geworden ist.
Klappern tut es lauter, wenn der Motor warm ist, kalt hört man kaum was.
Öl ist 20W50 (Penrite oder Duckhams).
Riemenräder alle aus Metall.
Übrigens bez. Wärmeabfuhr usw. Ich hatte mich vorher schon schlau gemacht, mit wieviel Wärmedehnung zu rechnen ist - max. 0,05mm! Der Rest vom Spiel ist bei einem DOHC-Kopf nichts als Verschleißreserve, daher mach ich mir da keine Sorgen - allerdings empfehle ich hier auch nix, sonst bin ich nachher Schuld...

Hi,

mit dem Verringern des Spiels erhöhe ich auch den Ventilhub, und evtl. die Öffnungszeit richtig? Dann passen aber die Federwerte nicht mehr zum Hub. Bei mehr Hub und längerer Öffnungszeit benötige ich in der Tendenz stärkere Federn, die führen aber auch zu stärkerer Beanspruchung der Sitzringe. Bringt das Veringerte Spiels merklich mehr Leistung und wäre das Risiko Wert?

Gruss tostos

Hier geht es gerade mal im 2 Zehntel (also etwa 2%). Da haben Serienmotoren weit mehr Toleranzreserven...auch was die Venztilfederkräfte betrifft. Und den Sitzen tut weniger Spiel (im Unterschied zu null Spiel) eher gut, weil die Ventile beim Schließen sanfter abgesetzt werden.
Mir ging es übrigens nicht um Leistung - nur ums klappern.
Dennoch habe ich das Gefühl, daß er etwas frischer zu Werke geht und runder läuft, so ganz subjektiv.
Dass das Spiel aber einen gewissen Einfluß auf die Steuerzeiten hat, merkt man daran, dass die Leerlaufdrehzahl deutlich gesunken ist. Musste ich am Vergaser anpassen.

Gast
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Für die Motoren gibt es nur ein Rezept. Wenn es nicht mehr klappert, dann sofort nachstellen. Das war schon vor 30 Jahren (mein zweites Auto fiat 124 Sport-Coupe mit 90 PS) so, alles andere führt sehr leicht zum Drchbrennen eins Auslass-Ventiles. Ist beim Fiat Coupe 16V übrigens genauso.

von: ruf motorsport