AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
Hallo Namensvetter,
ja, ja das kenn ich. Mir ging das genauso. Ist aber schon einige Jahre her. Letztendlich hab ich die Zangen doch ausgetauscht, da sie damals nicht so teuer waren.
Mit den Splinten kann ich Dir grad nicht helfen. Das hab ich nicht mehr im Kopf.
Aber mit der selbsteinstellenden Hinterradbremse. Im Kolben ist ein Mechanismus mit so ner art Schneckengetriebe eingebaut. Wenn der Kolben ausfährt, verhindert diese Mechanik, daß der Kolben wieder an die Ursprungsposition zurückfährt.
Die Mechanik wird aber mit der Zeit etwas träge und somit stellt sie sich nicht gleichmäßig ein. Da ja "jeder" seine Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre wechselt, findest Du da beim zerlegen bestimmt auch keine diverse Verschmutzungen.;)
Außerdem ist sie im Vergleich zu den Bewegungen eher von gobmotoriger Natur.
Wenn Du nun versuchen solltes Deine Bremsbeläge zu wechseln, wirst Du feststellen, die passen von der Dicke gar nicht rein. Das liegt am ausgefahrenen Bremskolben. In der Draufsicht auf den Kolben, siehst Du einen Schlitz.
Durch zurückdrehen wird der Kolben wieder in seine Ursprüngliche position gebracht. Dazu brauchst Du aber was stabiles. Vergiß den Schraubendreher. Kaliber Reifenmontierwerkzeug ist angesagt. Denn Du mußt den Kolben im Dichtungsring drehen. Außerdem muß die überschüssige Bremsflüssigkeit wieder in den Vorratsbehälter zurück gedrückt werden. Die Drehrichtung kriegst Du schnell raus.
Die Grundeinstellung -oder immer kurz vor dem TÜV- sah bei mir dann immer so aus:
Einer Sitz im Spider. Einer unten drunter. Der unten ist mit 2 stabilen Schraubendrehern bewaffnet. Diese setzt er so am Bremssattel an, daß über die Hebelwirkung der kleine Hebel der Handbremsenbetätigung unterstützt werden kann. Und zwar in Richtung "Handbermshebel lösen".
Der unter gibt Kommando. Der obere dappt beim ziehen des Handbremshebel gleichzeitig kräftig auf die Bremse. Und bleibt drauf stehen.
Der Untere setzt nun die Schraubendreher so an, daß er die Handbremshebel ruckartig und kräftig Richtung öffnen zieht. Auf sein Kommando löst der obere alles. Das macht Ihr gleichzeitig sonst geht das nicht.:cool:
Dies wiederholt Ihr ein paar mal.
Durch das gleichzeitige betätigen der Fußbremse, habt Ihr evtl. die Möglichkeit den Mechanismus gleichmäßig einzustellen bzw. wieder gangbar zu machen. Wenn das nicht funktioniert, also wenn der Unterschied von re zu li zu groß ist, liegt das mit Sicheheit an diesem Schneckenmechanismus. (Gibt´s mit sowas nicht sonst auch immer ärger?! :cool: )
So nun viel Spaß mit Deinen kleinen Schneckchen :D
Gruß Dominik
von: dominik
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
ja hey jetzt weiß ich auch wieso mein name nicht funktioniert hat ;) ... erst mal danke für die schnelle antwort.
die sache mit dem wiederzusammenbauen der hinterradbremse hat sich als leichter als gedacht herausgestellt ... ein hoch auf die hebelwirkung :)
was mir aber etwas sorgen macht ist, dass sich der eine Kolben relativ schnell und einfach hineindrehen ließ (hinten rechts), während ich beim linken sehr viel kraft investieren musste.
da mein auto ja enorm nach rechts zog beim bremsen und auch die vordere linke bremszange in schlechtem zustand war bin ich am überlegen, ob es nicht sinn macht die linke hintere bremszange auszutauschen bevor ich alles wieder zusammenschraube und dann funktioniert wieder was nicht.
Ist es überhaupt ein Problem, wenn sich ein Kolben leicht und der andere schwer schrauben lässt?
Grüße dominik
von: Dominik124
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
ach ja noch was
hat einer einen Trick wie man den Kolben vorne wieder reinbekommt.
Bin mir nicht sicher, ob es gut ist da an der Dichtung was zu schmieren, dass es besser rutscht ... wegen bremssystem usw.
Die erste meiner Dichtungen ist schon gerissen. :-(
mit der die drinnen war ist es überhaupt kein Problem ... Dichtung rein und runterdrücken. oder soll ich einfach die nochmal einbauen ... war ja dicht.
Danke nochmals
MfG Dominik
von: Dominik124
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
Also zum einpressen der Bremskolben benutzt man spezielle Bremsenpaste oder Bremsenfett. Das ist nicht das Mittel was Du auf die Rückseiten der Bremsbeläge aufträgst. Es ist speziell für die Kolben und nur für diese!!! Jeder Autoersatzteilhandel hat so etwas im Programm. Kleine Hilfe beim einpressen wenn keine Hydraulikpresse Vorort ist dann geht es auch mit einer Tisch-oder Säulenbohrmaschine.
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
hey danke
das werde ich mir dann mal organisieren. danke für den Tip.
noch einer eine Idee dazu, dass sich die hinteren Kolben mit so unterschiedlichen Kraftaufwand einschrauben lassen? Würdet ihr die so einbauen oder evtl. die eine Bremszange komplett austauschen?
MfG Dominik
von: Dominik124
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
Die Bremskolben sollten sich (unter Verwendung des bereits angesprochenen "Montagefett's" von Hand in den Bremssattel montieren lassen. Wenn das nicht funktioniert hat das meistens folgende Ursache: Wurde der Dichtring für den Bremskolben (im Bremssattel) getauscht ist es wichtig die Nut, in der der Dichtring sitzt, zu säubern bevor der Neue eingesetzt wird. Wird das "vergessen" kommt es zu den genannten Problemen beim Zusammenbau. Weitere Möglichkeit wäre ein kleiner "Grad" am Bremskloben selbst. Visuelle und "Fingerspitzenkontrolle". Evtl. mit sehr feinem Schleifpapier (2000er Körnung) vorsichtig beseitigen.
von: rudi_in_raleigh
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AW: Bremsen hinten zerlegt ... Problem?
hallo
möchte mich erst mal für die hilfe aller beteiligter hier bedanken. Der Spider läuft nicht nur einwandfrei, sondern bremst auch wieder. Dabei zieht er weder nach links noch nach rechts :-) Handbremse funktioniert auch :-)
werde jetzt nochmal vor dem TÜV auf die Rollen fahren und das ganze etwas beobachten - aber ich bin enorm zuversichtlich...
DANKEDANKEDANKE...
bis denn Dominik
von: Dominik124
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Hallo
ich bräucht mal eure Hilfe. Ich habe in diesem Monat TÜV und nachdem mein Spider beim Bremsen so Stark nach rechts zog, dass es schwer war mit der Hand dagegenzuhalten, bin ich mal auf Fehlersuche gegangen. Bei der Bremsprobe auf Schotter wurde klar, dass auf der linken Seite so gut wie keine Bremswirkung da war.
Also hab ich mir gedacht, wenn, dann richtig und wollte gleich mal alles anschauen und säubern... leider nach dem Motto learning by doing. Und genau das ist jetzt das Problem.
Als ich gerade beim Spiderhändler meines Vertrauens war, schaute er mich etwas verwundert an und sagte mir, dass das Zusammenbauen der hinteren Bremszangen eher knifflig ist. :eek:
Dazu bräuchte ich jetzt etwas Hilfe. Das erste Problem, dass ich jetzt sehe ist: Wie bekomme ich den Splint wieder zwischen Ende der Exzenterschraube und dem Auslösehebel der Handbremse? Dazu muss ich die Federscheiben irgendwie spannen. Aber wie?
Und das nächste ist die Einstellung der Handbremse. Inzwischen hab ich von "eventuell Selbsteinstellend" über "wird nichts" bis zu "drehen an dem Kolben" alles gehört. :confused: Was ist eure Meinung?
Aus finanziellen Aspekten wäre es mir sehr recht, wenn ich das wieder zusammenbekomme ;)
Dankeschön für die Hilfe.
MfG Dominik
<span class="anonymus">von: Dominik124</span>