Feinstaub problematik

Hallo!

Ich bin gerade aus dem urlaub wiedergekommen und habe das mit der feinstaubregelung in gewissen bereichen nur begrenzt mitbekommen...

wie sieht es denn beim fiat spider cso f.i. mit g-kat aus?
fällt dieser auch hierrunter?

grüße Stefan

<span class="anonymus">von: Don Kühli</span>

Moin,
vermutlich hat der CS0 die Schlüsselnummer 01. Für diese Autos, die eine G-Kat nach US-Norm haben gibt es eine Lücke in der Verordnung, da es zu dieser Zeit noch gar keine Euronorm gab.
Im Moment versuchen verschiedene Länder, die Plakettenverordnung diesbezüglich zu ändern, da diese Fahrzeuge i.A. gar keinen Feinstaub per Abgas emittieren. Angeblich soll das bis Anfang Juli passiert sein.
Also erstmal abwarten.
Die Alternative wäre sonst die Umrüstung auf EURO2 mittels Matrix-Kat.

Gruß aus Berlin

Olaf

Fiat 124 Spider Club e.V.

- Technikbetreuer -

rdv
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Hi zusammen!
Hab Ende Januar diesen vorgeschlagenen Brief der Initiative „Kulturgut Mobilität" an das Umweltministerium zu Händen von Herrn Gabriel geschickt. Detail hierzu unter: [URL=http://www.kulturgut-mobilitaet.de]http://www.kulturgut-mobilitaet.de[/…;

Und heute kam tatsächlich eine Antwortmail, die ich Euch nicht enthalten möchte:
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Sehr geehrte Damen und Herren,
haben Sie bitte Verständnis, dass bei der Vielzahl der Briefe, die Herrn Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum Thema Oldtimerfahrzeuge und Fahrverbote in Umweltzonen erreicht haben, eine persönliche Beantwortung Ihres Schreibens nicht möglich ist.

Deshalb erhalten Sie mit diesem Schreiben Antworten auf die unterschiedlichen Fragen, die in diesem Zusammenhang an den Herrn Minister herangetragen wurden.

Die Bundesregierung hat mit Zustimmung des Bundesrates die Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge erlassen, die Regelungen für die bundeseinheitliche Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen vorsieht. Mit Hilfe der Verordnung kann der Kraftfahrzeugverkehr in Umweltzonen von den Straßenverkehrsbehörden dauerhaft für bestimmte Fahrzeuge beschränkt oder verboten werden, wenn diese Maßnahme zur Reduzierung von Luftverunreinigungen notwendig ist. Diese Verordnung gilt auch für Oldtimer.

Nach der Kennzeichnungsverordnung können jedoch Ausnahmen von Fahrverboten erteilt werden, soweit dies im öffentlichen Interesse oder im überwiegenden Interesse Einzelner liegt. Den für die Erteilung zuständigen Länderbehörden stehen also eigene Entscheidungsspielräume offen. Diese Ausnahmeentscheidungen sind zweckmäßigerweise vor Ort zu treffen, um die lokale Belastungssituation angemessen zu berücksichtigen. Auch die räumliche Ausgestaltung der Verkehrsbeschränkungen kann nur vor Ort geregelt werden, damit die unterschiedlichen Belange am besten gegeneinander abgewogen werden können.

Zunächst sind Erfahrungen in der praktischen Anwendung der Kennzeichnungsverordnung zu sammeln, bevor bundesweite Ausnahmeregelungen, auch unter den Aspekten der Förderung des Brauchtums und des Kulturgutes, von der Bundesregierung geprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Dr. Max Kleine
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Hoffen wir jetzt also auf die Länder und Städte und ihre eigenen Entscheidungen? Und wie lange sollen die "Erfahrungen in der praktischen Anwendung der Kennzeichnungsverordnung" gesammelt werden? Bis die Autos verschrottet sind oder sich die Autohersteller um den lukrativen Ersatzteilemarkt für Oldtimer sorgen werden???

Was meint ihr dazu?

Ciao,
Ralf

PS: Da der obige Link den Musterbrief nicht enthält, sondern als Newsletter verschickt worden ist, füge ich die Mail hier anbei:
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Die Initiative „Kulturgut Mobilität“ hat eine große Bitte

Zuallererst mal ein Hallo.

Wir brauchen einmal mehr die Mithilfe aller Oldtimer-Liebhaber. Uns hat ein „uns gut gesinntes Vögelchen“ gezwitschert, dass es vielleicht noch eine Chance gibt, zumindest H- und 07er Kennzeichen als Ausnahme in die Kennzeichnungsverordnung aufzunehmen. Dies entscheidet sich in Berlin in den nächsten zwei bis drei Wochen (also bis Mitte Februar). Der Schlüssel hierzu liegt beim Bundesumweltministerium und damit Herrn Gabriel. Unsere dringende Bitte: Schreibt an ihn, bis seine Mailbox und sein Postfach überquellen.

Außerdem hat das „Vögelchen“ uns noch geflüstert, welches Referat beim Umweltministerium für die Kennzeichnungsverordnung zuständig ist und an der Beschlussfassung entscheidend mitwirken wird. Das ist ein gewisser Herr Knobloch.

… also an jeden eine Mail !

Eigentlich versteht es sich von selbst, dass wir die Herren nicht beschimpfen sollten. Man kann bei den Staatsdienern – wenn überhaupt – nur freundlich und diplomatisch was erreichen. Geht uns ja nicht anders.

Hier die Anschriften:

.......................................................................................................

Bundesumweltminister

Sigmar Gabriel

Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit

Ministerbüro
Alexanderstraße 3
D - 10178 Berlin

oder dieses Kontaktformular verwenden

https://www.bmu.de/service/kontakt/content/4120.php

.......................................................................................................

MinR
Bundesumweltministerium

Referat IG I 6

Dr. Tore Peter Knobloch
Referat Öffentlichkeitsarbeit
11055 Berlin

oder dieses Kontaktformular verwenden

https://www.bmu.de/service/kontakt/content/4120.php

Des Weiteren möchten wir mitteilen, daß die Initiative anlässlich der Retro-Classics in Stuttgart, an allen drei Tagen (vom 9.-11.3.07) mit einem eigenen Stand vertreten sein wird. Dieser ist im Foyer zu finden, zwischen den Ständen des ASC und des WAC. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!

Mit den besten Grüßen aus Langen,

Peter-David Göhr

Anbei ein Briefentwurf an die Herren Gabriel und Knobloch:

Briefentwurf an Gabriel und Knobloch

Sehr geehrter Herr Gabriel, Knobloch,

mit großer Sorge sehe ich der Umsetzung der geplanten Fahrverbote für katlose Benzin- und Dieselfahrzeuge im Rahmen der Umsetzung der EU-Feinstaubrichtlinie in allernächster Zukunft entgegen. Als passionierter Oldtimerbesitzer und -fahrer/in sehe ich dadurch massive Einschränkungen auf mich zukommen, da die künftige Ausweisung von Umweltzonen es mir nicht mehr gestattet, meinen Veteranen durch selbige zu bewegen. Weder ein Anlieger einer Umweltzone darf seinen Oldtimer aus dieser Zone fahren, noch darf man in diese Zone einfahren, um einem Gleichgesinnten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nicht einmal in die Fachwerkstatt meines Vertrauens darf ich, dabei ist es in der heutigen elektronisch gestützten Zeit kaum noch möglich, überhaupt einen Meister zu finden, der sich mit dieser alten Technik auskennt. Große Treffen wie z.B. die Retro Classics in Stuttgart und die Veterama in Mannheim, aber auch die etablierten kleineren Treffen, die meist als Volksfest mit den Freunden technischen Kulturgutes gefeiert werden, dürften dann der Vergangenheit angehören. Dies wiederum stellt einen großen wirtschaftlichen Schaden dar. Es trifft die Oldtimer-Liebhaber, die Organisatoren solcher Messen/Treffen/Ausstellungen und auch die Aussteller in unverhältnismäßiger Härte.

Des Weiteren befürchte ich, dass sich, sobald es die Umweltzonen gibt, der normale Straßenverkehr verlagern wird und die Umweltzonen sich daraufhin noch weiter ausdehnen werden. Somit kommt über kurz oder lang das Aus für das Kulturgut „Oldtimer“. Man kann sie zukünftig nur noch als „Stehzeug“ mit platt gestandenen Reifen in einem Museum anschauen wie einen Embryo im Reagenzglas oder ein Saurier-Skelett im Senckenberg-Museum. Unsere Kinder werden niemals mehr das Blubbern der Grauguss- und das Summen der zweitaktenden Motoren hören. Auch wird nie mehr das Nageln der fast unverwüstlichen, aber langsam laufenden Vorkammerdiesel zu vernehmen sein. Kann dies eine gute Zukunft sein?

Der Gesetzgeber selbst sogar spricht im Zusammenhang mit dem Begriff „Oldtimer“ von „kraftfahrzeugtechnischem Kulturgut“. Nur leider liegen ihm einige falsche Zahlen vor.

Die FIVA (Weltverband der Veteranenfahrzeuge) beziffert die Jahresfahrleistung eines Oldtimers auf ca. 1500 km, der DEUVET (Deutscher Veteranen Verband) kann belegen, dass die deutschen Oldtimer ca. 2500 km/Jahr durchschnittlich zurücklegen und nicht, wie es die Regierung propagiert, 6600 km/Jahr! Auch gibt es im Moment nur ca. 150.000 angemeldete, historisch anerkannte Oldtimer in Deutschland. Es mag zwar theoretisch möglich sein, das über 1 Mio. Fahrzeuge in den nächsten zwanzig Jahren den Oldtimer- bzw. Liebhaberstatus erreichen, jedoch wird sich diese Zahl stark – wie bei Fahrzeugen früherer Jahrgängen auch – durch Unfälle, Korrosion, Unwirtschaftlichkeit, Ersatzteilmangel etc. sehr stark dezimieren. Wann haben sie zum letzen Mal einen Ovalfenster-VW Käfer, ein Goggomobil oder einen Ford 15M (Badewanne) gesehen? Diese Fahrzeuge waren tausendfach in den Städten zu sehen. Jetzt sind sie nur noch mit etwas Glück, fast ausschließlich an schönen Wochenendtagen oder bei Oldtimer-Treffen zu sehen. Auch werden sich, wenn auch langsamer, die über 30 Jahre alten Fahrzeuge weiterhin dezimieren.

Dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe, zeigt die Unterschriftensammlung der „Initiative Kulturgut Mobilität“ die Sie auf der Homepage der Initiative unter www.kulturgut-mobilitaet.de einsehen können und die mittlerweile über 8000 Eintragungen beinhaltet. Die Unterschriftenaktion wird im Frühjahr dieses Jahres anlässlich der großen Oldtimerevents fortgesetzt.

Aus dieser Sicht heraus wäre es sinnvoll, dieses Kulturgut, das – auch aus wissenschaftlicher Sicht und von Historikern, Soziologen und Städteplanern unbestritten – die kulturelle und technische Entwicklung der Mobilität und damit unserer Alltagswelt entscheidend mitgeprägt hat, von Fahrverboten auszunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Gast
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@rdv
Schön, das betrifft soweit die H-Fraktion (zu der mein Spider auch gehören könnte). Und ich bin mir ziemlich sicher, das es da eine Sonderregelung geben wird.

Aber was ist mit der Grauzone, sprich den Autos, die als sog. Youngtimer gelten?
Autos, die man eben nicht mal nachrüsten kann, die aber auch noch kein H-Kennzeichen bekommen? Also u.a. eine erhebliche Anzahl der Spider!
DAS ist doch das hauptsächliche Problem im Moment.

Und mir scheint, dass es dafür auch gar keine Lobby gibt. Was wiederum bedeutet, dass es Millionen Autos gibt (ja, auch Golf I, II und so ähnliche Luschen), die mit Zeitpunkt der Umsetzung absolut wertlos werden.

Dazu gehört dann leider auch mein 92er Mini, der selbst mit geregeltem Kat (den man auch nicht wirklich mehr bekommen kann) die Euro 1 gerade mal erklimmen könnte.
Aber wozu den Aufwand treiben? Den Wagen kann ich doch auch nur noch wegschmeissen, wenn sie in HH Umweltzonen einrichten.

Es ist im Moment wirklich verzweiflungswürdig.

Nils

von: Nils C

Gast
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Hallo Zusammen,

in der SZ vom 07. März gab es im Münchner Teil Neuigkeiten zur Umweltzone:
[URL=http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/700/104596/]http://www.sued…;

[I]„In einer Presseerklärung teilen die Staatssekretäre für Verkehr, Jörg Hennerkes, und Umwelt, Matthias Machnig, mit, dass die Plakettenverordnung erweitert und ,,eine neue Kategorie für Benziner‘‘ eingeführt werden soll. Was im Klartext heißt: Auch ältere G-Kat-Autos erhalten eine Plakette und dürfen somit weiterhin in Umweltzonen fahren. Entsprechende Verhandlungen des Bundes mit Ländern und Städtetag sollen in den nächsten Wochen stattfinden.“[/I]

Somit sieht es zumindest für die Münchner Spider-Fahrer wieder etwas positiver aus. Leider ist in dem Artikel nicht von einer einheitlichen Lösung die Rede.

Gruß von Sarah

von: Sarah

Gast
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mmh gut vllt ziehen dann andere städte nach wenn einer den anfang macht.. es gibt genug leuten mit alten mühlen als alltagsautos.. aber kulturgut wie oldtimer das können die echt nich machen...

irgendwo sinnvoll aber naja werden wir sehen was drauß wird..

von: Don Kühli

rdv
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Der Protest erreicht das Fernsehen!

Fernsehschauen: Do, 29. März, 22:30 BR: Ca(r)priccio

Auszug aus einer Mail der Initiative Old- und Youngtimer in München:

Liebe Freunde,

zunächst mal was ganz aktuelles: am Samstag haben wir uns mit 30 deutschen Nachkriegswägen, englischen, französischen und italienischen Klassikern und ziemlich vielen echt betroffenen YOUNGTIMERn am Siegestor getroffen, und zufällig war auch ein Fernsehteam des Bayrischen Rundfunks da.

Für die Sendung Capriccio wurde ein Feature gedreht, in dem es um den kulturellen Wert der Old- und Youngtimer gehen wird, den Sendetermin seht Ihr oben. Also feste fernsehschauen!

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Weitere Details unter: [URL=http://www.kulturmobil-muenchen.de]www.kulturmobil-muenchen.de[/URL] und [URL=http://www.classic-protest.de]www.classic-protest.de[/URL]&#13;

Ciao;
Ralf