Choke richtig anwenden

Hi alle,

seit längerem stelle ich mir die Frage, ob ich den Choke richtig verwende.
Beim starten (wenn Motor kalt) ganz rausziehen, gleich danach ein wenig reindrücken. Nach ein paar Minuten ungefähr bis zum unteren Drittel reindrücken, und wenn der Motor betriebstemperatur erreicht hat (oder kurz davor) - ganz rein.

Wie macht ihr es?

Gruss
Michael

<span class="anonymus">von: Rust In Peace</span>

Gast
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Gar nicht, weil: ich habe eine Startautomatik,die ganz vorzüglich funktioniert.

Aber ansonsten (habe ja auch noch was mit Choke) machst Du das schon richtig. Übrigens,wenn man das falsch macht, merkt man das auch (Motor geht aus/Motor dreht zu hoch/Motor säuft wie ein Loch...).

Gruß
Nils

von: Nils C

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Hi Michael,

der Choke betätigt eine Luftklappe im Vergaser, die bei gezogenem Choke den Querschnitt des Lufttrichters verringert und so für ein "fetteres" Gemisch während der Warmlaufphase des Motors sorgt. Hat der Motor betriebstemperatur erreicht ist die Anreicherung des Gemisches nicht mehr notwendig, i.e. Du brauchst keinen Choke mehr.
Idealerweise wird die Anreicherung proportional zur Motorerwärmung zurückgenommen, was die bereits angesprochene Startautomatik übernimmt.
Für den manuellen Choke bedeutet das, dass Du den Choke ständig nachregulieren müßtest, bis der Motor Betriebstemperatur hat. Ist natürlich ziemlich praxisfremd. Am einfachsten ist den Choke zu ziehen, Motor starten und dann wieder soweit reinschieben, dass der Motor gerade noch sauber Gas annimmt und nicht ruckelt. Dann immer versuchen den Motor möglichst an der "mageren" Seite zu halten, d.h. immer nur so viel Choke geben, dass er nicht ruckelt. Je früher Du den Choke ganz reinschieben kannst, desto besser.
Benutzt Du "zuviel" Choke erhöht das den Benzinverbrauch und im Extremfall kann unverbranntes Benzin die Zündkerzen verschmutzen und das Motoröl verdünnen.

von: rudi_in_raleigh

Ein korrekt eingestellter Handchoke sollte so arbeiten, dass er immer dann passend anreichert, wenn man den Choke so weit reinschiebt, daß der Leerlauf die normele Drehzahl hat. Wenn es in dieser Stellung ruckelt, ist er (in dieser Stellung) zu mager - also den Leerlauf an der Anschlagschraube (die auf die vom Chokezug verstellbaren Kurvenscheibe trifft - nicht die normale Leerlaufanschlagschraube) etwas rausdrehen. Denn dann muß man den Choke für die richtige Drehzahl etwas mehr ziehen -> fetter.
Wenn der Motor bei niedriger Teillast stark "sägt" und sich wie ein verstellter V8 anhört hat er zu viel Anreicherung - also Anschlagschraube weiter rein.

rdv
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Hi,
das passt schon! Wenn er erst mal gestartet ist, muss ich bei mir den Choke auch gleich wieder ziemlich reinschieben, damit er nicht zu fett läuft und in seinem Geblubbere dann irgendwann absäuft! Klingt zwar echt g*** - vor allen Dingen in einer Garage - aber lieber den Choke schnell wieder reinschieben und sicherstellen, dass er rund läuft! Notfalls dosiere ich beim AS noch kurz mit dem Handgashebel, damit er während des Garagentorschließens nicht doch noch ausgeht!

Nach dem Anfahren lasse ich nur noch ein wenig Choke gezogen. Witzigerweise zieht sich der Choke dann während der Fahrt von alleine wieder zurück, so dass ich das immer noch mal die ersten Minuten checken muss!

Greetz
Ralf

Gast
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Danke Euch erstmal für die Antworten :)

Bei mir läuft er halt am Anfang (wenn noch kalt und Choke gezogen) auf sehr hohen Umdrehungen... so um die 3000!

Gruss
Michael

von: Rust In Peace