Kupplungspedal macht klackendes Geräusch

Hallo zusammen,

bereits seit langer Zeit gibt es bei jeder Betätigung meines Kupplungspedals ein unangenehmes metallisches Klacken. 

Es tritt nach 6 bis 7 cm Pedalweg auf und hört sich an, als ob der Bowdenzug aus der Führung heraus- und hereinspringt. Das Geräusch wird durch die Federn und die Pedalaufhängung verstärkt.

Ich habe schon mehrfach ohne Erfolg versucht, die Ursache zu finden und es heute mit einer Endoskop-Kamera versucht. Weder an der Feder, noch am eingehängten Ende des Bowdenzuges am Pedal kann ich einen verdächtiges 'Springen' beobachten. 

Es scheint mir, als ob die Ursache eher an der Durchführung des Bowdenzuges durch die Spritzwand liegt. Dort ist er eingehängt und die Spritzwand ist durch ein kleines, dünnes, zusätzlich aufgeschweißtes Blech verstärkt.

Die ganzes Spritzwand 'wackelt' verdächtig bei jedem Kupplungsvorgang hin- und her.

Natürlich kann ich den Kupplungszug ersetzen. Der sieht aber noch gut aus und ist vielleicht nicht die Ursache.

Kennt jemand von Euch das Problem und weiß eine Lösung?

Viele Grüße

Bernd

Moin Bernd,

 

ein ähnliches Geräusch trat auch bei meinem CSO auf. An der Seele des Zuges konnte ich nichts feststellen. Auch das Ölen mit Balistol war nicht erfolgreich. Den Spider zur Werkstatt gebracht und der Werkstattmeister erkannte sofort die Ursache. Die Seele in der Zughülle war ausgefranst. Nach dem Einbau des neuen Kupplungszuges kein Geräusch mehr und das Pedal läßt sich jetzt leichter treten. Aber vorsichtig. Im Handel wird viel Schrott angeboten.

Viel Grüße

Hans J. Knemeyer

Hallo Hans,

vielen Dank für Deinen Tipp. Ich werde mir einen neuen Kupplungszug besorgen und hoffe mal das beste.

Viele Grüße

Bernd

Manchmal reisst auh die Wand ein. Such mal nach Rissen...

Freundliche Grüße,

Christoph Hain

1. Vorsitzender / Regionalleiter Region 9

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Hallo,

 

bei mir war auch mal die Spritzwand gerissen. Habe eine Konstruktion entwickelt, welche oben an der Aufnahme für den Bremsflüssigkeitsbehälter mit eingeschraubt wird und winkelig der Blechführung nachläuft bis es am unteren Rand anliegt, also unmittelbar vor Durchführung des Kuppungsseils. Ein Loch wurde noch gebohrt wo mittels Gummi die Zugummantelung anliegt und lediglich der Zug bis zum Pedal läuft. Die Spritzwand wird so von den Kräften bei der Kupplungsbetätigung nicht mehr belastet sondern alle Kraft wird vom "Zusatzblech" aufgenommen. Hält mittlerweile 2 Jahre.

 

Grüße

Jan

Hallo zusammen,

die Möglichkeit, eine Riß in der Spritzwand zu haben, hat mich nochmal dazu gebracht, das Problem mit dem Endoskop zu untersuchen, sonst sieht am da ja nichts. Einen Riss habe ich nicht erkennen können. Ich nehme an, dass der am Rand des Verstärkungsblech auftreten müsste. Vom Motorraum kann man da schlecht was sehen, aber vom Fußraum müsste man was beobachten, sobald die Kupplung betätigt wird. Ich vermute, dass das Geräusch am Durchgangsloch auftritt, dass vielleicht verformt ist. Sobald Kraft aufgebaut wird, rutsch das Bowdenzugende etwas nach innen und verursacht das Geräusch. Könnte ab auch sein, dass es irgendwie im Innenleben des Bowdenzug an dieser Stelle passiert.

@Jan: Interessante Lösung, wie Du die Spritzwand von dem Druck entlastet hast. Grundsätzlich habe ich es verstanden, aber es wäre nett, wenn Du mir ein Foto von der Konstruktion senden könntest.

Viele Grüße

Bernd

Hallo,

anhängend die Bildquelle und hier der Link wo ich bestellt habe. Es sollte vorher individuell ausgemessen werden. bei mir haben die Maße gemäß Bild sehr gut gepasst. Löcher für den Ansatz an der Aufnahme Bremsflüssigkeitsbehälter und Durchgangsloch für den Kupplungszug muss individuell ausgemessen und gebohrt werden. Lässt sich natürlich auch gleich mitbestellen.

Z-Profil Blechabkantung Konfigurator - Maschinenbau Feld (feld-eitorf.de) https://www.feld-eitorf.de/blechabkantung/z-profil-auf-mass-gekantet

Die Rückseite des Bleches sollte mit eine dünnen Gummimatte veklebt werden um Kontaktkorrosion zu vermeiden

Grüße Jan

Hallo Jan,

vielen Dank für die technische Zeichnung und die Herstellerquelle. Ich werde mir damit ein Modell aus Pappe falten, um mir einen Eindurck zu verschaffen. Ich möchte mal schauen, ob es auch möglich ist, einfach ein Verstärungsblech anzufertigen, dass an den Schrauben des Ausgleichsbehälters befestigt wird. Auf jeden Fall ist es ein guter Hinweis, eine Gummischicht zur Spritzwand vorzusehen, um Korrosion zu vermeiden.

Viele Grüße

Bernd

Lieber Bernd,

ja ich hatte es vorher auch mit Papier gefaltet und die Maße genommen. Ich habe alle rückseitigen Flächen der Konstruktion mit Gummiauflagen beklebt, da es in allen Dimensionen Auflageflächen gibt.

 

Grüße Jan

Hallo zusammen, 

wie oben erwähnt, werde ich mir ein neues Kupplungsseil für meinen Spider gönnen, um das Klacken wegzubekommen. Da, wie Ihr schreibt, die Qualität der Zubehörteile manchmal nicht die Beste ist, möchte ich mir ein Kupplungsseil von Taflexa anfertigen lassen. Die hatten mir vor ein paar Jahren eine Tachowelle angefertigt (länge Ausführung mit Schraubanschluss).

Leider ist nicht ganz klar, welche Länge die richtige ist. Bei Taflexa haben sie die Abmessungen aus einem alten Kundenauftrag, der das Seil 200 mm länger bestellt hat. Mein Seil ist zu kurz und sitzt auf Spannung. Ich hätte mir auf jeden Fall ein längeres bestellt. Im Zubehörhandel gibt es die kurze Bauform bis BJ 73 (905/710 mm) und die lange Bauform für die späteren Modelle ( 960/? mm), zu denen auch mein Spider gehört.

Mein Frage an Euch ist, ob jemand die 960 Länge verbaut hat und wie das passt. Am besten wäre, wenn mir jemand die Schlauchlänge von der langen Bauform nennen könnte. Die Angabe habe ich bei den Händlern nicht finden können. Vielleicht hat ja jemand das Ersatzteil im Regal liegen?

Viele Grüße

Bernd

 

 

Hallo Jan,

die Pappschablone habe ich mittlerweile angefertigt. Allerdings kommt man damit nicht weit, wenn das Kupplungsseil noch eingebaut ist - kein Platz. Da es etwas dauern wird, bis ich ein neues Kupplungsseil erhalte, möchte ich das alte jetzt nicht ausbauen.

Als ich die Schablone angehalten habe, kamen mir die 16 mm Schenkelmaß B recht kurz vor. Allerdings steht die Aufnahme des Kupplungsseils in der Spritzwand ein paar Millimeter vor. Deshalb möchte ich Dich fragen, ob das kurze Verstärkungsblech (C x L1) direkt am Loch der Spritzwand anliegt oder ob da noch ein paar Millimeter Platz sind?

Du hattest Dich für eine Blechstärke von 1,5 mm entschieden. Ich bin ehrlich gesagt am überlegen, ob 2 mm nicht sicherer wären. Wie würdest Du das einschätzen?

Auf der Internetseite von Feld-Eitorf kann ich L1 nicht einstellen. Vielleicht wurde der Konfigurator angepasst. Ich werde da mal direkt anfragen.

Viele Grüße

Bernd

[quote=Berni]

... möchte ich mir ein Kupplungsseil von Taflexa anfertigen lassen.

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Hallo Bernd,

könntest du anfragen, ob es bei einer Sammelbestellung einen günstigen Preis gäbe?

Ich denke das Thema Kupplungsseil ist für mehrere interessant.

Viele Grüße

Martin

 

BS1 Bj. 70, giallo colorado

CS0 Bj. 80, rosso (zu verkaufen)

DS Bj. 85, rosso

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[quote=Berni]

... möchte ich mir ein Kupplungsseil von Taflexa anfertigen lassen.

[/quote]

Hallo Bernd,

könntest du anfragen, ob es bei einer Sammelbestellung einen günstigen Preis gäbe?

Ich denke das Thema Kupplungsseil ist für mehrere interessant.

Viele Grüße

Martin

 

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Hallo Martin,

habe gerade mit Taflexa gesprochen. Bei Sammelbestellung kann man ein bisschen was sparen. Die Länge vom alten Kundenauftrag, für die ich ein Angebot vorliegen habe, ist 1120/920. Das ist 210 mm länger als das Muster, das damals vorlag (910/710). Für die Baujahre ab 1973 wird die Länge 960 mm im Zubehörhandel angeboten. Ich gehe davon aus, dass die Seillänge immer 200 mm länger ist als der Schlauch und schätze, dass die Abmessungen 960/760 mm sind. 

Bevor wir an eine Sammelbestellung denken, müssten wir uns über die Länge einig sein. 1120/920 mm schätze ich für zu lang ein. Ich würde max. 1000/800 mm bestellen. Wie ist Deine Einschätzung?

Zudem ist der Preis einer Maßanfertigung ( 88 €) deutlich höher als die Zübehörteile (um die 25 €). Die Frage ist, ob wir genug Interessenten zusammen bekommen. Ab 5 St liegt der Preis bei ca. 77 €. Wenn wir kürzer bestellen, wird es wohl ein bisschen billiger.

Bei Taflexa hat man auf jeden Fall bedenken, ein größeres Los zu bestellen, wenn die Abmessung nicht klar sind. Dann besser nur ein Teil bauen lassen und schauen, ob es passt.

Viele Grüße

Bernd

[quote=Berni]

Bevor wir an eine Sammelbestellung denken, müssten wir uns über die Länge einig sein. 1120/920 mm schätze ich für zu lang ein. Ich würde max. 1000/800 mm bestellen. Wie ist Deine Einschätzung?

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Hallo Bernd,

ich kann dazu leider nichts sagen, weil ich dieses Problem noch nicht hatte. Ich habe aber mitbekommen, dass es immer wieder Probleme mit dem Kupplungsseil gibt und die angebotenen Kupplungsseile oftmals von schlechter Qualität sind. 

So eine Bestellaktion gabe es hier schon einmal vor 4 Jahren (siehe Nachfertigungsaktion Kupplungsseil) und der Kollege hat wohl damals dort bestellt.

Es gäbe auch noch einen anderen Fertiger https://www.bowdenzugmanufaktur.de

BS1 Bj. 70, giallo colorado

CS0 Bj. 80, rosso (zu verkaufen)

DS Bj. 85, rosso

Hallo Martin,

danke für den Link zum alten Forumsbeitrag. Es war sicherlich Lars (Lagae14), auf den sich die Angaben bzgl. der ersten Bestellung bei Taflexa beziehen. Die 20 mm verlängerte Gewindestange wurde seitens Taflexa auch erwähnt. Leider geht aus dem alten Beitrag nicht hervor, weshalb der ganze Zug 210 mm länger bestellt wurde. Ich habe bei Lars mal nachgefragt, aber es ist länger her, dass er im Formum aktiv war.

@Alle: Letztes Mal war es nicht so einfach, Interessenten für eine Sammelbestellung zu finden. Hat jemand überhaupt Interesse?

Viele Grüße 

Bernd

Hallo Bernd,

ja es steht tatsächlich etwas vor dem Loch und liegt unten an der Verstärkung über dem Bremskraftverstärker auf, damit es nicht direkt an der Spritzwand anliegt, da ich jeder Berührung vermeiden wollte. Vielleicht auch eine Variante direkt davor zu positionieren aber eine minimale Bewegung gibt es auch beim betätigen des Kupplungspedals. Ich habe damals die Bestellung mit der Zeichnung gemacht und habe das geliefert bekommen, da Sonderanfertigung. 2 mm sind sicher nicht verkehrt. Brauchst halt länger beim Bohren der Löcher.

Grüße Jan

Moin,

....um den Sack der Stories um die Kupplung zu zu machen, hier meine Story. Ich habe mir in 17 Jahren ich weiß nicht wie viele Züge durchgehauen. Immer wenn es am wenigsten passte, knallte der Zug durch.....wir alle kennen das (F****ck!!!). Den Wagen haben inzwischen verschiedene Leute daraufhin angesehen, weil man ja gern mal in der Botanik liegen bleibt. Bin schon immer mit Ersatzzug im Kofferraum gefahren. Bis dann mal unser Technikwart den Spider - kurz vor meinem geplanten Frustverkauf - genau unter die Lupe genommen hat. Fazit: Irgendein "Experte" von Vorbesitzer hat mal das Kupplungspedal bei meinem DS getauscht. Offenbar dabei nicht das richtige Ersatzteil für den DS verwendet. Etwas andere Länge des Pedals, damit anderer Winkel und bei jedem Tritt hat sich der Zug langsam aber sicher an der Spritzwand aufgerieben....bis er jedesmal durch war. Das Klacken, dass Du beschreibst, kenne ich gut. Bei mir war das jedesmal eine einzelnen Metallseele. Das muss man erst mal drauf kommen. Pedal getauscht, verstärkt an der Kralle und seitdem.....Ruhe im Karton! Verkauf verschoben.

Hallo zusammen,

nach langer Pause möchte ich mich wieder zu meinem Thema ‚knackendes Geräusch vom Kupplungspedal‘ melden.

Es war beim Entlasten des Pedals aufgetreten, kurz bevor das Pedal wieder in die Ausgangsstellung gelangt.

Ich konnte den Fehler inzwischen abstellen. Aber war ein längerer Weg.

Bei der Fehlersuche war aufgefallen, dass ich die Spritzwand beim Betätigen der Kupplung trotz der serienmäßigen Verstärkung wackelt.

Deshalb habe ich nach der Rat von Jan eine Verstärkung aus 2 mm Blech angefertigt, die vor dem Durchgangsloch sitzt und mit dem Bremsflüssigkeitsausgleichsbehälter angeschraubt wird.

Zudem habe wurde neues Kupplungsseil eingebaut. Das Knacken war nachher immer noch da.

Trotzdem war die Maßnahme sinnvoll. Der halbrunde Nippel, der das Seil im Pedal hält, war nach 20 Jahren und ca. 20.000 km fast abgeschliffen und hätte nicht mehr lange gehalten.

Ich hatte mir übrigens ein 4 cm längeres, verstärktes Kupplungsseil von Fa. TAFLEXA für 120.- € inkl. Versand anfertigen lassen. Das Geld hätte ich sparen können. Ich hatte sowohl getriebeseitig als auch beim Pedal Schwierigkeiten beim Einbau,

so dass ich letztlich ein Teil aus dem Spider-Zubehörhandel für 12.- € verwendet habe, dass ich eigentlich nur zum Vergleich bestellt hatte.

Das Verstärkungsblech entlasten jetzt die Spritzwand, die zum Glück war nicht eingerissen war. Minimale Bewegung beim Kupplungstreten ist immer noch zu sehen. Um das weg zu bekommen, müsste man das Blech wohl weiter verstärken und z.B. Winkel einschweißen. Für mich ist es so aber i. O.

Da der Fehler immer noch da war, musste ich die Aufnahme von Kupplungs- und Bremspedal ausbauen.

Für die passionierten Schrauber unter Euch sicherlich ein Leichtes, für mich aber eine echte Herausforderung – u. a. aufgrund der Platzverhältnisse im Fußraum.

Im Forum habe ich dazu keine genaue Beschreibung gefunden hat und auch das Shop-Manual hat mir nicht weitergeholfen.

Deshalb beschreibe ich mal, wie ich vorgegangen bin, um vielleicht anderen eine Hilfestellung zu geben.

1-Batterie abklemmen

2-Kupplungsseil am Getriebe lösen

3-Fahrersitz ausbauen (empfohlen) – damit man mit dem Oberkörper besser in den Fußraum kommt. Ich hatte es nicht gemacht und beim Rauskrabbeln den Knopf an der Sitzlehenverstellung abgerissen.

4-Fotos machen und mit Permanent-Marker die Einbauposition der Pedalträgers markieren

5-Der Pedalträger ist mit sechs M13 Muttern und zwei M13 Schrauben gesichert.

                  Vier Muttern vorne im Fußraum (oben rechts Halter für Gaspedalfeder)

                 Zwei Muttern hinter Instrumentenarmaturenbrett

                 Zwei Schrauben vorne an Lenksäule

                Zusätzlich ist die Lenksäule mit zwei Sicherungsblechen gesichert. Die goldfarbene Bleche                        müssen weggebogen werden. Sie können nicht abgeschraubt werden, da die innenliegenden                      Muttern sind am Träger angeschweißt.

6-Lenkrad und Lenkradabdeckung abschrauben. (Lenksäule wird zum Ausbau des Trägers später abgesenkt)

7-Brett mit Armaturen ausbauen.

8-Drei Stecker vom Lenkradschalter abziehen.

9-Kupplungsseil aus Pedale aushängen (Pedal am besten vor- und zurückbewegen, um den Nippel auszuhängen)

10-Rückholfeder vom Gaspedal aushängen.

11-Bremspedal vom Gestänge zum Bremskraftverstärker lösen. Das kleine Sicherungsblech kann man herausschieben und den Bolzen herausziehen. Die Feder kann man anschließend lösen. Beim Einbau wird das schwieriger, da ordentlich Zug darauf ist.

12-Alle am Pedalträger rechts und links seitlich angebrachten Kabel und Teile lösen:

              Zwei Kabel (rot und weiß) für Bremslichtschalter

              Verplombtes Elektronikbauteil (zwei M10 Muttern)  

               Kabelbaum aus Führung aushaken8

               Zwei weitere Kabel (beide rot) von weiteren E-Bauteil (?)

               Blinkergeber aus Klemme abziehen

13-Die goldfarbene Sicherungsbleche wegbiegen. Sie können nicht abgeschraubt werden, da die innenliegenden Muttern am Träger angeschweißt sind.

14-Alle o.g. Schrauben lösen

15-Lenksäule absenken (zur Sicherung habe ich sie mit einem Transport-Gummi am Verdeckgriff festgemacht)

16-Träger drehen und links seitlich herausführen.

17-Feder vom Kupplungspedal entfernen.

       Geht nicht von Hand. Im Forum sind verschiedene Vorgehensweisen beschrieben. Ich habe einen             Haken über eine Hülsenmutter mit einer Gewindestange verbunden. Die Gewindestange durch ein             Brett geführt, das sich am Träger abstützt (siehe Foto)

       Die Feder ist keine Rückholfeder, sondern eher ein ‚Servo‘. Sie ist entspannt, wenn das Pedal                     getreten ist und gespannt in der Ausgangsposition. Bei neuen Ersatzpedalen aus dem Zubehör fehlt           die Feder. Aufgrund der Zugkraft könnte ich mir einen spürbaren Unterschied vorstellen.

       Die Ursache des Knackens war wahrscheinlich der Haken, dem im Pedal eingehängt ist. Er hat sich           im Laufe der Zeit tiefer und ungleichmäßig in die Klemme des Pedals eingegraben. Dies habe ich mit         einer Pfeile geglättet und anschließend ordentlich gefettet.

       Falls jemand eine Weg kennt, die Feder im eingebauten Zustand aus- und einzuhängen, könnte man         sich den Aufwand des Trägerausbaus sparen.

18- Achse für Pedale auseinandernehmen (M19 Schraube und Mutter)

        Für die Achse hatte ich mir neue Buchsen aus dem Zubehör (20.- € Fa. Arnold) bestellt, da ich dort            den Fehler vermutet habe. Die Zubehörteile waren aus einem anderen Material: Nicht aus hellem              Hartplastik (PU?), sondern aus schwarzem, eher gummiartigen Material. Deshalb habe ich sie nicht            verwendet.

        Die originalen Buchsen und anderen Teilen waren im tadellosen Zustand. Sie wurden gereinigt und            neu gefettet.

Beim Einbau besteht die Herausforderung, die Rückholfeder des Bremspedals wieder einzuhängen. Mit einer Zange im Fußraum liegend habe ich das nicht geschafft. Stattdessen habe ich Band eingefädelt, um das Bremspedal herum und wieder herausgeführt, so dass das Band von einer zweiten Person gezogen werden konnte, während ich unten die Öse eingehängt habe.

Viele Grüße

Bernd

Lieber Berni,

 

so ähnlich habe ich es auch gemacht, da mir zwischenzeitig das Kupplungspedal im Bereich der Gabel zur Aufnahme des Kupplungsseils abgerissen war. Ich habe mir aber kein Pedal aus dem Zubehör gekauft, sondern schweißen und verstärken lassen, damit es sich nicht wieder nach unten biegt. Ich habe mir noch ein gebrauchtes Kupplungspedal gekauft, welches auch die Aufnahmevorrichtung für die besagte Feder hat. Auch dieses lasse ich Schweißen und verstärken und nehme dies als Ersatzteil immer mit. 

Bzgl.  "Falls jemand eine Weg kennt, die Feder im eingebauten Zustand aus- und einzuhängen, könnte man         sich den Aufwand des Trägerausbaus sparen." --> Ich habe ebenfalls den kompletten Pedalträger ausgebaut. Ich habe diese Feder in jeder Windung jeweils wechselseitig gegenüberliegend mit kleinen Unterlegscheiben gespannt. Ich konnte die Feder so prima einhängen. Nach dem Einbau des Pedalträgers, habe ich diese Unterlegscheiben wieder mit der Zange einzeln rausgezogen. Womöglich kann man das auch im eingabauten Zustand machen, also mit den Unterlegscheiben spannen und dann die Feder herausnehmen. Danach nur die Pedalachse im eingebauten Träger herausziehen und man spart sich dann den Ausbau des Pedalträgers mit allen notwendigen vorarbeiten.

Das Kupplungsseil habe ich vor dem Einbau ordentlich mit Graphitöl getränkt, so dass es unten wieder rausgelaufen ist. Das Seil fährt jetzt wesentlich geschmeidiger durch die Bahn.

 

Grüße Jan

Anhang

Lieber Jan,

danke für Deine Beschreibung. Beim mir war zum Glück die Aufnahme für das Kupplungspedal noch intakt und musste nicht

bearbeitet werden. Auf jeden Fall ist dies offenbar eine Schwachstelle, die beobachtet werden muss.

Dein Tipp mit den Unterlegscheiben ist sehr gut. Ich hatte es mit ein paar dünnen Holzkeilen versucht, aber die Feder

nicht weit genung dehnen können. Man braucht offenbar für jede Windung eine Scheibe.

Kann man dann aber die Pedalachse ausbauen? Ich habe es nicht genau nachgemessen, aber abgeschätzt,

dass links im Fussraum nicht genug Platz ist, die Achse im eingebauten Zustand des Trägers komplett herauszuziehen.

Vielleicht muss man das gar nicht? Ich bin jetzt im Urlaub und kann mir das Ganze nicht anschauen.

Ist es möglich, zurerst das Bremspedal zu entfernen und anschließend das Kupplungspedal axial nach rechts 

zu verschieben, so dass die Achse zwar z. T. drin bleibt, das Pedal aber rauskommen?

Viele Grüße

Bernd